In Bruneck werden mehrere Flächen in artenreiche und bunte Blumenwiesen umgewandelt, zu Lebensraum für Bestäuberinsekten und zur Förderung der Biodiversität. Im Laufe der Woche werden im Rahmen des vom Dachverband für Natur- und Umweltschutz koordinierten Projekts drei Blumenwiesen eingesät: in der Peter-Anich-Siedlung, in der Marco-Polo-Straße in Stegen sowie im Bereich des Kinos. Die Blumensamen stammen aus unmittelbarer Nähe. Bruneck befindet sich in der sogenannten Biogeographischen Region „Eisacktal, Dolomiten-Vorberge“. Es ist essenziell, dass die zur Neuaussaat verwendeten Samen aus der entsprechenden biogeographischen Region stammen. Die einzelnen Pflanzenarten haben sich, obwohl immer noch zur selben Art gehörig, mit der Zeit genetisch an ihren Standort angepasst, an Untergrund, Temperatur, Höhenlage und Wasserverfügbarkeit. Ebenso haben sich die Bestäuberinsekten an diese lokalen genetischen Varianten angepasst. Die Samen sind im Sommer an Standorten teils per Hand, teils maschinell geerntet und der Gemeinde zur Verfügung gestellt worden. Nun werden die Samen erstmals ausgesät. Das Team der Stadtgärtnerei hat sich vorab um die Bodenvorbereitung gekümmert. Geben wir den Blumenwiesen Zeit!Im Gegensatz zu Samenmischungen von einjährigen Pflanzen oder mit Topfpflanzen angelegten Beeten brauchen Blumenwiesen Zeit, um sich zu entfalten. Sie wachsen langsam und wirken manchmal etwas ungepflegt. Aber wenn man der Blumenwiese Zeit gibt, entsteht bald ein artenreicher Lebensraum für Insekten und eine bunte Augenweide für Menschen, die im Jahresverlauf in verschiedenen Farben blüht. Im Frühling und Sommer des kommenden Jahres soll es zum ersten Mal soweit sein.Auch brauchen die Blumenwiesen keine Düngung, im Gegenteil! Eine Düngung begünstigt wenige Arten, meist Gräser, die andere Arten verdrängen. Blumenwiesen sind umso artenreicher, je weniger sie gedüngt werden.Weiter Infos: www.blumenwiesen-pratifioriti.bz.itzum Artikel der Gemeinde