Bevor mit den Einsätzen bei den Biathlon-Wettkämpfen in Antholz während der Olympischen Spiele 2026 eine große Herausforderung für die Ortspolizei Bruneck ansteht, begrüßte die Kommandantin Lisa Innerbichler am 20. Jänner 2026 die MitarbeiterInnen und Ehrengäste zur Feier des Patrons der Ortspolizei, des Hl. Sebastian. Nach der Messfeier in der Ursulinenkirche erfolgte ein kurzer Rückblick auf das Jahr 2025 mit insgesamt 34.718 geleisteten Dienststunden.Dabei bedauerte die Kommandantin, dass die Geschwindigkeitskontrollen, die hauptsächlich der Verkehrssicherheit dienen, zunehmend erschwert werden. Neben der gesetzlichen Aussetzung der automatischen orangen Speedboxen gibt es mittlerweile auch rechtliche Unklarheit bezüglich der Homologierung der Telelaser-Geräte. Trotzdem hat die Ortspolizei 187 RaserInnen sanktioniert.Die insgesamt 8.045 Übertretungen der Straßenverkehrsordnung waren fast ebenso viele wie im Vorjahr. Zugenommen haben etwa das Fahren ohne Sicherheitsgurte bzw. fehlende Kindersitze, unerlaubte Überholmanöver sowie Verstöße von Auflagen bei Straßenbaustellen, vor allem illegale Besetzungen der Fahrbahn. Leicht abgenommen haben hingegen das Nichtanhalten bei einer roten Ampel und das Telefonieren am Steuer.Die zirka 2.000 missachteten Fahrverbote sind einerseits auf die automatische Kameraüberwachung der Verbotszone in der Europastraße zurückzuführen, aber auch auf die verstärkte Präsenz der Ortspolizei in den Fußgängerzonen der historischen Altstadt sowie bei den Fahrverboten in den Schulzonen.Neben Kontrollen und Verwaltungsstrafen bei den gebührenpflichtigen Parkplätzen und den Parkscheibenzonen, gab es auch 313 Übertretungen wegen Parkens auf Gehsteigen und Fußgängerwegen. Konstant hoch bliebt leider auch die Missachtung von Invalidenplätzen – 87 Personen mit Behinderung haben keinen Parkplatz gefunden, weil dieser widerrechtlich besetzt wurde. Die Ortspolizei intervenierte hier mit der Abschleppung des Fahrzeugs, einer Geldstrafe von 330 Euro und dem Abzug von 4 Punkten vom Führerschein.511 Autos wurden im Park- oder Anhalteverbot bzw. wegen verkehrsbehinderndem Parken sanktioniert. 268-mal nutzten PKW widerrechtlich Parkplätze, die für Liefertätigkeiten, E-Autos oder Motorräder reserviert sind.Insgesamt wurden 1.417 Führerscheinpunkte abgezogen und es wurden 59 Beschlagnahmen von Fahrzeugen oder Dokumenten durchgeführt. Darunter fallen etwa Autos ohne Versicherung bzw. verfallene Führerscheine und hier häufig nicht reguläre ausländische Kennzeichen oder Führerscheine; 31 Autos waren ohne gültige Revision unterwegs.Die 53 aufgenommenen Verkehrsunfälle haben 2025 leicht zugenommen, die dabei verletzten Personen, häufig RadfahrerInnen, sind mit 38 hingegen etwas weniger geworden. Bei 122 weiteren kleineren Schäden im Straßenverkehr kamen die PolizistInnen den Beteiligten für die Erstellung des freundschaftlichen Unfallberichts zu Hilfe.Weitere Einsatzgebiete und Aufgabenbereiche der OrtspolizeiVon den insgesamt 620 abgegebenen Fundsachen konnte die Ortspolizei 319, also 51 % an die rechtmäßigen EigentümerInnen zurückgeben. Zudem wurden 1.094 Verlustanzeigen aufgenommen und 1.934 Durchfahrts- und Parkgenehmigungen ausgestellt. Die PolizeibeamtInnen überprüften 2025 die Richtigkeit von insgesamt 493 Wohnsitzwechseln.Neben Strafanzeigen wegen Trunkenheit am Steuer, Diebstahl, Körperverletzung oder diverser Bauvergehen wurde die Ortspolizei auch zu kritischen Einsätzen gerufen: Dies waren etwa das Einschreiten bei handgreiflichen Auseinandersetzungen, Probleme mit Personen unter Einfluss von Alkohol und/oder Drogen, Zwangseinweisungen in die Psychiatrie oder der Umgang mit Obdachlosen.Für die Verwaltungsstrafen in Bezug auf frei laufende Hunde oder nicht entsorgtem Hundekot, sowie bei illegaler Müllablagerung waren häufig aufwendigere Ermittlungen erforderlich. Bei ungefähr der Hälfte der 130 Feststellungen konnten die ÜbertreterInnen ausfindig gemacht werden, teilweise auch dank der Videoüberwachung.Verschärfungen der Straßenverkehrsordnung Die Kommandantin erinnert nochmals an die deutliche Verschärfung der Sanktionen der Straßenverkehrsordnung. In vielen Fällen ist nun nämlich ein sofortiger Führerscheinentzug vorgesehen, etwa beim Telefonieren am Steuer.Auch die neuen Bestimmungen für die Elektroroller zeigen ihre Wirkung, da bereits 42 Strafen verhängt wurden, vor allem wegen Missachtung der Helmpflicht.Die Kommandantin Lisa Innerbichler appelliert auch deshalb an alle BürgerInnen sich an die geltenden Bestimmungen zu halten, zur eigenen Sicherheit sowie aus Rücksicht und zum Schutz der anderen VerkehrsteilnehmerInnen.zum Artikel der Gemeinde