Das bunte Programm beim Tag der offenen Tür im Haus Jona am Samstag, 13. September 2025 bewies einmal mehr, dass das Haus keine in sich geschlossene Struktur für Menschen in schwierigen Lebenslagen ist, sondern sich auch gerne öffnet.Im Haus Jona, das der Gemeindeverwaltung gehört und von der Caritas geführt wird, finden Menschen in besonderen Lebenslagen unter bestimmten Voraussetzungen ein Zuhause auf Zeit. Das heißt, sie leben so lange dort, bis sie wieder in der Lage sind, in eine „normale“ Wohnung umzuziehen und ihren Unterhalt selbst zu bestreiten. Im Haus leben sowohl Einzelpersonen als auch Familien mit Kindern. Und gerade die Kinder waren es, die sich am Samstag besonders über das Fest in ihrem Zuhause, über die Gäste, die musikalische Umrahmung, die Spiele und die angebotenen Leckerbissen freuten.Die Einladung zum Tag der offenen Tür gerne angenommen hatte auch Stadträtin Julia Engl: „Dieses Haus steht für etwas ganz Wichtiges: für Menschlichkeit, für Solidarität und für die Erkenntnis, dass niemand von uns vor schwierigen Lebenslagen sicher ist“, sagte die Stadträtin bei der Feier und dankte allen haupt- und ehrenamtlichen Kräften für ihren Einsatz.Bei der Führung durch die Struktur gab Lorenzo, einer der drei hauptamtlich Mitarbeitenden der Caritas im Haus Jona, einen Einblick in das Leben und die Angebote im Haus. Großen Wert legen die Verantwortlichen auf ein respektvolles Miteinander. Deshalb gibt es seit Kurzem auch Kondominiumsversammlungen. Im Obergeschoss des Hauses steht ein großer Gemeinschaftsraum zur Verfügung, in dem an den Nachmittagen Hausaufgabenhilfe für die Kinder angeboten wird. Außerdem finden dort Feste und Feiern sowie Sprachkurse statt. In den Wohnungen finden die Menschen alles Notwendige, um ein selbstständiges Leben zu führen. Je nach ihren Möglichkeiten zahlen sie einen Beitrag für die Wohnung. Das Caritas-Team steht den Bewohnerinnen und Bewohnern von Montag bis Freitag zur Verfügung, für Notfälle auch an den Wochenenden. Der Weg zurück in die Selbstständigkeit ist kein einfacher, aber zumindest hat der Großteil der Bewohnerinnen und Bewohner in Bruneck und Umgebung Arbeit gefunden.Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Haus Jona liegt derzeit bei einem Jahr, in dem einerseits durch die stabile Unterkunft Schutz und Sicherheit geboten werden und andererseits die Bewohnerinnen und Bewohner gemeinsam mit dem Caritas-Team nach gangbaren Wegen für einen Neuanfang suchen. zum Artikel der Gemeinde