Die Gemeinde führt ihre Strategie zur besseren Nutzung bereits bebauter Flächen konsequent weiter. In der Gemeinderatssitzung vom August wurden zwei Bauleitplanänderungen genehmigt, die genau diesem Ziel dienen: die Fläche im Bereich des Vereinshauses in St. Georgen sowie eine Zone im Bereich der Schützenstraße in Reischach werden künftig besser ausgenutzt und verdichtet.Damit setzt die Gemeinde den eingeschlagenen Weg fort, bestehende Flächen im bereits verbauten Gebiet vorrangig zu nutzen, bevor neue Flächen in Anspruch genommen werden – auch wenn dies nicht in jedem Fall möglich ist.Weitere Bauleitplanänderungen in AusarbeitungAuch die Gemeindekommission für Raum und Landschaft hat sich in den vergangenen Wochen mit mehreren Bauleitplanänderungen befasst, die im Auftrag der Gemeinde ausgearbeitet wurden. Auch sie verfolgen das Ziel, die bestehenden Flächen besser zu nutzen:Michael-Pacher-Straße: Die bestehenden Zonen sollen homogener gestaltet und mit einer einheitlichen Zonenabgrenzung versehen werden. Diese Änderung bereitet zugleich die künftige Nutzung der Fläche für ein Mehrgenerationenhaus vor.Zentrum von Reischach: Die verschiedenen Bauzonen im Zentrum sollen zu einer gemeinsamen Wiedergewinnungszone zusammengeführt werden. Ziel ist es, mithilfe eines Wiedergewinnungsplans die Entwicklung des Ortszentrums zu fördern und gleichzeitig dessen Charakter zu bewahren.Altes Eisstadion wird zu öffentlichem GrünDie einzige Ausnahme von der geplanten Verdichtung betrifft die Streichung der im Bauleitplan eingetragenen Erweiterungszone auf der Fläche des alten Eisstadions. Diese Fläche wird in öffentliches Grün beziehungsweise einen Spielplatz umgewidmet. Möglich wird diese Entscheidung dadurch, dass im Bereich der ehemaligen „Enrico-Federico“-Kaserne ausreichend neue Baumöglichkeiten geschaffen werden.Auch die weitere Entwicklung der künftigen Bauzone im Bereich der ehemaligen Kaserne wird von der Gemeindeverwaltung konsequent vorangetrieben. In mehreren Besprechungen werden derzeit die entsprechende Bauleitplanänderung sowie der Durchführungsplan erarbeitet, damit die Genehmigungsverfahren nach der Übertragung des Eigentums an die Gemeinde möglichst rasch gestartet werden können.Verdichtung statt neuer GrünflächenumwidmungDer Gemeinde ist bewusst, dass es nicht möglich sein wird, den gesamten Bedarf an Bauflächen ausschließlich innerhalb des bereits besiedelten Gebiets zu decken. Durch gezielte Verdichtung und bessere Nutzung bestehender Flächen kann jedoch ein erheblicher Teil des zusätzlichen Baubedarfs gedeckt werden – und damit auch der Umfang notwendiger Umwidmungen von Grünflächen deutlich reduziert werden.„Mit den genehmigten und in Ausarbeitung befindlichen Bauleitplanänderungen setzen wir konsequent auf die Innenentwicklung unserer Ortschaften. Bestehende Flächen besser zu nutzen ist der wirksamste Weg, um zusätzlichen Baubedarf zu decken, ohne unnötig neue Flächen zu verbrauchen. Diese Maßnahmen sind zudem nur ein Teil der bereits in den vergangenen Jahren begonnenen Schritte zur städtebaulichen Gestaltung unserer Gemeinde“, erklärt der Stadtrat für Raumordnung Hannes Niederkofler.Bei der Verbauung bestehender wie neuer Flächen muss zudem darauf geachtet werden, dass die Vorgaben des Gemeindeentwicklungsprogramms für Raum und Landschaft im Bereich der Grünflächen und des Klimaschutzes eingehalten werden und dass die Auswirkungen des Klimawandels durch gezielte Maßnahmen aufgefangen werden.„Verdichtung darf nicht auf Kosten der Lebensqualität und des Klimas gehen. Deshalb ist es uns wichtig, dass jede dieser Maßnahmen im Einklang mit den Zielen unseres Gemeindeentwicklungsprogramms für Raum und Landschaft steht und dass wir dem Klimawandel mit konkreten Maßnahmen begegnen. Wichtig ist bei sämtlichen Maßnahmen zudem, dass die zur Verfügung stehenden Ressourcen genau geprüft werden. Gerade bei neuen Ausweisungen außerhalb der Siedlung sowie bei ressourcenintensiven Tätigkeiten muss dieser Aspekt sehr genau durchleuchtet werden, bevor eine Maßnahme in der Gemeindeverwaltung weiterverfolgt wird“, betont die Stadträtin für Umwelt und Klimaschutz Stefanie Peintner.zum Artikel der Gemeinde