Die Luftqualität ist derzeit verstärkt Gegenstand der öffentlichen und medialen Diskussion. Vor diesem Hintergrund unterstreicht die Stadtgemeinde Bruneck ihren sachlichen, datenbasierten und langfristig ausgerichteten Zugang zum Thema Luftreinhaltung.Die Entwicklung der Luftqualität wird von der Stadtgemeinde Bruneck mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Eine fundierte und verlässliche Datengrundlage ist dabei Voraussetzung für wirksame Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung und der Umwelt. Aktuell ist Bruneck in das landesweite Luftmessnetz eingebunden, das eine kontinuierliche, fachlich abgesicherte und vergleichbare Erhebung der relevanten Luftschadstoffe gewährleistet.Im fachlichen Austausch mit Amtsdirektor Luca Verdi, Leiter des zuständigen Labors für Luftanalysen und Strahlenschutz der Landesverwaltung, wurde bestätigt, dass Bruneck gut und sachgerecht in dieses Messnetz integriert ist. Die bestehenden Messungen ermöglichen eine realistische Einschätzung der Luftqualität im regionalen Zusammenhang. Da Luftschadstoffe nicht an Gemeindegrenzen haltmachen, ist eine isolierte Betrachtung einzelner Gemeinden nur eingeschränkt aussagekräftig. Grundsätzlich stellen die Erweiterung von Messstationen oder die Einführung zusätzlicher Messparameter – wie etwa Feinstaub PM2,5 – eine mögliche zusätzliche Option dar. Solche Schritte sollten jedoch stets in ein übergeordnetes Gesamtkonzept eingebettet und in enger Abstimmung mit den zuständigen Landesstellen umgesetzt werden. Nur so können Vergleichbarkeit, fachliche Qualität und die langfristige Nutzbarkeit der erhobenen Daten sichergestellt werden. „Für uns ist entscheidend, dass Messungen Teil eines abgestimmten Gesamtsystems sind. Nur so können die gewonnenen Daten korrekt interpretiert und als Grundlage für konkrete Maßnahmen herangezogen werden“, erklärt der Stadtrat für Mobilität Hannes Niederkofler. Zusätzlich ist zu berücksichtigen, dass auf europäischer Ebene eine neue Luftqualitätsrichtlinie in Kraft treten wird, die Änderungen bei Grenzwerten, Bewertungsmethoden und Messstrategien mit sich bringt. Die entsprechenden Anpassungen werden derzeit auf Landesebene geprüft. Vor diesem Hintergrund erscheint es sinnvoll, diese Entwicklungen abzuwarten und zukünftige Entscheidungen darauf abzustimmen.Die Feinstaubbelastung hat unterschiedliche Ursachen. In Bruneck konnten in den vergangenen Jahren durch den konsequenten Ausbau der Fernwärmeversorgung deutliche Verbesserungen erzielt werden. Heute zählen vor allem der motorisierte Individualverkehr sowie bestimmte Heizformen – insbesondere ältere oder unsachgemäß betriebene Öfen – zu den relevanten Einflussfaktoren. „Die Erfahrung zeigt, dass nachhaltige Fortschritte bei der Verbesserung der Luftqualität vor allem dort erzielt werden, wo Maßnahmen zusammen gedacht werden – etwa in den Bereichen Mobilität, Energieversorgung und Bewusstseinsbildung“, betont Umweltstadträtin Stefanie Peintner.Einzelmaßnahmen – sei es im Bereich der Messung oder bei konkreten Eingriffen – entfalten ihre Wirkung nur im Zusammenspiel mit weiteren Strategien. Die Stadtgemeinde Bruneck setzt daher bewusst auf einen ganzheitlichen Ansatz, der auf verlässlichen Daten, fachlicher Abstimmung und langfristiger Planung basiert. Die Entwicklungen auf Landes- und EU-Ebene werden weiterhin aufmerksam verfolgt, um bei Bedarf zielgerichtet, wirksam und verantwortungsvoll handeln zu können. zum Artikel der Gemeinde