Mittwoch, 23. September 2020

100-jähriger Rekord-Spendsammler Moore erobert die Kinoleinwand

Ein Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde, eine Autobiografie und jetzt auch noch ein Kinofilm: Das Leben des britischen Rekord-Spendensammlers Tom Moore (100) soll für die große Leinwand verfilmt werden.

Der 100-jährige Tom Moore hatte mit einem Spendenlauf am Rollator in der Corona-Krise knapp 33 Millionen Pfund (etwa 36 Millionen Euro) gesammelt.
Der 100-jährige Tom Moore hatte mit einem Spendenlauf am Rollator in der Corona-Krise knapp 33 Millionen Pfund (etwa 36 Millionen Euro) gesammelt. - Foto: © AFP / JUSTIN TALLIS
Der Weltkriegsveteran hat einen Vertrag mit der Produktionsfirma Fred Films and Powder Keg Pictures („Fisherman's Friends“, „Finding Your Feet“) unterschrieben, wie am Mittwoch bekannt wurde. „Wir sind geehrt, diese einzigartige und inspirierende Geschichte erzählen zu dürfen und freuen uns darauf, dass unser Publikum den Mann hinter den Schlagzeilen kennenlernen darf“, schrieben die Autoren und Produzenten in einem gemeinsamen Statement.

Der 100-jährige Tom Moore hatte mit einem Spendenlauf am Rollator in der Corona-Krise knapp 33 Millionen Pfund (etwa 36 Millionen Euro) gesammelt und es damit ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft. Das Geld ging an den chronisch unterfinanzierten staatlichen Gesundheitsdienst NHS. Er eroberte die Herzen der Briten und wurde sogar im Ausland bekannt. Kürzlich veröffentlichte er eine Autobiografie.

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Im Film soll es unter anderem darum gehen, wie Moores militärische Vergangenheit und Erfahrungen in zweiten Weltkrieg seine Sicht auf das Leben verändert haben. Auch die Beziehung zu seiner Familie soll eine wichtige Rolle spielen. Die Dreharbeiten sind für 2021 geplant.
Für die Hauptrolle im Film über sein Leben hat Moore bereits Präferenzen: „Ich kenne zwar keine 100-jährigen Schauspieler, aber Michael Caine oder Anthony Hopkins würden bestimmt einen wunderbaren Job machen, wenn sie bereit wären zu altern“, sagte Moore.

Mit den Schauspiel-Legenden Caine (87) und Hopkins (82) eint ihn, dass er das „Sir“ im Namen tragen darf: Für seine Dienste wurde der rüstige Sammler im Sommer von der Queen zum Ritter geschlagen.

dpa