Die Kämpfer der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS, vormals ISIS/ISIL) hätten Kirchen besetzt, Kreuze abgenommen und religiöse Schriften verbrannt, sagte der christlich-chaldäische Patriarch Louis Sako am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Es gebe 100.000 Vertriebene, viele seien zu Fuß und ohne jede Habe in die Kurdenregion im Norden des Landes geflohen. Es handle sich um eine „humanitäre Katastrophe“, so Sako.70 Yeziden im nordirakischen Sinjar getötetAußerdem haben Milizen der IS offenbar weitere Angriffe auf religiöse Minderheiten verübt. Im nordirakischen Sinjar seien 70 Angehörige der Yeziden getötet worden, sagte Sako dem Sender Radio Vatikan am Mittwoch laut Kathpress. Den Christen sei die Flucht ins Gebirge geglückt.Sako richtete – wie er sagte – am Mittwoch einen Hilfsappell an Papst Franziskus und die Patriarchen des Nahen Ostens. Es gelte, mit Unterstützung der internationalen Gemeinschaft „Druck auf die Länder auszuüben, die diese terroristischen oder extremistischen Gruppen finanzieren“.apa/afp