Uzbeki sorgte vor zwei Jahren als vermeintlich ältester Flüchtling der Welt für Aufsehen. Im Oktober 2015 waren Reporter in einem kroatischen Flüchtlingslager auf sie aufmerksam geworden. Sie berichtete vom Wunsch, ihre Enkel in Schweden zu sehen.20 Tage lang soll ihre Reise aus Kunduz über den Iran, die Türkei und den Balkan nach Europa gedauert haben. Die blinde Frau, die kaum noch gehen und sprechen kann, sei auf der Flucht die meiste Zeit von ihrem Sohn und ihrem Enkel getragen worden.Lage in Afghanistan nicht gefährlich genugDie schwedischen Asylbehörden entschieden nun, dass sie trotz ihres hohen Alters nach Afghanistan zurückkehren müsse. Die Lage in dem Land sei nicht gefährlich genug, und es gebe dort auch Krankenhäuser, in der Uzbeki kostenlos behandelt werden könne. Die Frau soll einen Schlaganfall erlitten haben, als sie vom ablehnenden Bescheid erfahren habe.Uzbekis Sohn befürchtet einem Bericht des Senders n-tv zufolge, dass die Frau die Reise nicht überleben werde. Sie sei schon jetzt „nicht mehr ansprechbar“.Immerhin versicherten die schwedischen Behörden, dass die 106-Jährige nicht abgeschoben werde, so lange das Verfahren noch laufe. Die Angehörigen hatten Beschwerde gegen den Bescheid eingelegt.apa