Montag, 16. Juli 2018

14 Tote bei Anschlag in Mali

Mutmaßliche Jihadisten haben am Sonntag im westafrikanischen Mali mindestens zwölf Zivilisten getötet. Ein Beamter des Gouverneursbüros von Menaka, der größten Stadt in dem Gebiet im Nordosten nahe der Grenze zum Niger, sagte, bewaffnete Männer auf Motorrädern hätten auf einem Markt im Ort Injagalane in die Menge geschossen. Demnach wurden 14 Menschen getötet.

In den vergangenen Monaten wurden dabei mehr als 100 Menschen getötet, darunter viele Zivilisten.
In den vergangenen Monaten wurden dabei mehr als 100 Menschen getötet, darunter viele Zivilisten. - Foto: © shutterstock

In der Region nahe der Grenze zum Niger gibt es regelmäßig Kämpfe zwischen Extremisten, die der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) die Treue geschworen haben, auf der einen Seite und den von Tuareg-Rebellen dominierten bewaffnete Gruppen, Gatia und MSA auf der anderen Seite. In den vergangenen Monaten wurden dabei mehr als 100 Menschen getötet, darunter viele Zivilisten.

2012 hatten mehrere überwiegend islamistische Gruppierungen die Kontrolle über den Norden Malis übernommen. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff 2013 militärisch ein und drängte die Islamisten und Tuareg-Rebellen zurück. Frankreich unterstützt außerdem die G5-Sahel-Truppe - die gemeinsame Militäreinheit der Sahel-Staaten im Kampf gegen bewaffnete Dschihadisten. Dazu kommt der UNO-Einsatz Minusma in Mali mit rund 12.000 Soldaten. An dem 2013 gestarteten Einsatz ist auch die deutsche Bundeswehr beteiligt. Ganze Regionen sind aber weiter nicht unter Kontrolle.

apa/ag.

stol