Donnerstag, 05. Januar 2017

15 Tote bei Explosion einer Autobombe in syrischer Küstenstadt

Im vergangenen Jahr erlebte Syriens Küstenstadt Dschabla eine der verheerendsten Terrorserien des Landes. Dort leben viele Anhänger von Machthaber Assad. Steckt der IS auch hinter dem neuen Anschlag?

Bei der Explosion einer Autobombe in der von Regierungskräften kontrollieren syrischen Küstenstadt Dschabla sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 15 Menschen getötet worden. Bei den meisten Opfern handele es sich um Zivilisten, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Donnerstag.

Der regierungstreue Kanal Al-Ikhbaria berichtete von zehn Toten und 30 Verletzten. Die Bombe sei in einer Einkaufsstraße in der Nähe des Fußballstadions detoniert. Bilder des Senders zeigten stark zerstörte Autos und Häuser. Zunächst war unklar, wer für den Anschlag verantwortlich ist.

Im vergangenen Mai waren in Dschabla bei einer der verheerendsten Terrorserien in Syrien mehr als 130 Menschen ums Leben gekommen. Damals gab es auch in der nahegelegenen Küstenstadt Tartus mehrere Anschläge. Die sunnitische Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich zu den Taten. Die Extremisten kontrollieren im Norden und Osten Syriens noch immer große Gebiete.

dpa

stol