Montag, 18. Februar 2019

17.000 Follower mit 17 Jahren: Südtirols jüngster Wetterfrosch

Er ist 17 Jahre alt und Schüler der Wirtschaftsfachoberschule in Meran. Bis hierhin ein normaler Jugendlicher – eigentlich. Denn Florian Schmalzl aus Marling hat seit einigen Jahren ein seltenes Hobby: Er sagt seinen mittlerweile 17.000 Followern auf seiner Facebookseite „Florians Wetterseite“ das Wetter voraus. STOL hat den jungen Wetterfrosch bei seiner Wetterstation besucht.

Der 17-Jährige aus Marling interessiert sich schon seit Kindesbeinen an für das Wetter. - Foto: DLife
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Der 17-Jährige aus Marling interessiert sich schon seit Kindesbeinen an für das Wetter. - Foto: DLife

Interesse für das Wetter habe er immer schon gehegt, erinnert sich Florian Schmalzl. „Früher habe ich immer mit meinem Opa die Niederschlagsmenge im Garten abgelesen.“ Seine erste Wetterstation bekam er schließlich zur Firmung. Mittlerweile hat er 2 Stationen in der Wiese vor seinem Elternhaus stehen.

Aus dem Interesse für das Wetter entstand ein Hobby, das immer größere Ausmaße bekam: Inzwischen betreibt der 17-Jährige Schüler eine Webseite und eine Facebook-Seite mit 17.000 Followern. „Ich investiere dafür viele Stunden“, erklärt der bescheidene Jugendliche gegenüber STOL. Schließlich antwortet er jeder Frage in den Kommentaren und tretet in Kontakt mit den Personen, die ihm folgen.

Schmalzls Webseite. - Foto: DLife

So sieht die Arbeit als Hobby-Meteorologe aus

Für seine Prognosen bezieht er sich auf seine Wetterstation, die den ganzen Tag über Luftfeuchtigkeit und Temperatur misst. Die Daten werden auf ein Gerät in der Wohnung nebenan übertragen.

Zudem wertet der Hobby-Meteorologe Karten und Diagramme aus, die auf eigenen Seiten von Wetterstationen in der ganzen Welt gesammelt werden. Mit dem Microsoft-Programm Power-Point erstellt er Südtirol-Wetter-Karten, die er anschließend hoch lädt.

Der Burggräfler Wetterfrosch bei der Erstellung seiner Prognosen an seinem Arbeitsplatz. - Foto: DLife

Bei so vielen Fans und Followern stellt sich die Frage, ob er, wie mittlerweile viele Influenzer, bereits Werbeaufträge bekommen habe: „Ja, ich habe einen Auftrag aus China bekommen. Aber an Werbung bin ich nicht interessiert – es soll ein Hobby bleiben.“

Und wie geht sein Umfeld, wie zum Beispiel seine Mitschüler und Lehrer, damit um? Schmalzl schmunzelt: „Naja, manchmal fragen sie mich schon wie am Wochenende das Wetter wird.“

stol/ape

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