Der Spix-Ara ist endemisch in Brasilien, kommt also nur dort vor. Vor 23 Jahren war er jedoch in freier Natur nicht mehr zu finden. Dass sich 2024 die ersten Küken eines Ara-Paares, das in seinem ursprünglichen Lebensraum wieder angesiedelt wurde, in die Lüfte erheben konnten, ist auch dem Einsatz zweier Tierärzte aus Südtirol zu verdanken. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1056936_image" /></div> Der aus Mailand stammende Wahl-Meraner Lorenzo Crosta befasst sich hauptsächlich mit endoskopischen Untersuchungen, um den Reproduktionsstatus der Vögel zu überwachen, während seine Meraner Kollegin Petra Schnitzer in erster Linie Ultraschalluntersuchungen durchführt. <BR /><BR /><embed id="dtext86-65903780_quote" /><BR /><BR />„Es ist keine besonders schwierige Aufgabe, weil man es nicht mit Tieren zu tun hat, die empfindlicher sind als andere. Schwierig macht aber das Bewusstsein, dass man den Gesundheitszustand einer Art überwacht, von der es nur mehr wenige Exemplare weltweit gibt“, sagt Schnitzer. <BR /><BR />Spix-Aras werden durchschnittlich 35 Jahre alt, sie scheinen im „CITES Appendix I“ auf, der den Handel mit den seltenen Papageienvögeln verbietet. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1056939_image" /></div> <BR />Anfang der 90er Jahre hatte die brasilianische Regierung alle privaten Halter von Spix-Aras aufgerufen, sich zu melden. Insgesamt wurden 75 Exemplare gezählt, davon 20 in Brasilien, die meisten anderen bei einem philippinischen Züchter, der fast alle an einen Emir aus Katar verkaufte. <BR /><BR /><embed id="dtext86-65903784_quote" /><BR /><BR />Ein männliches Exemplar kam im Jahr 2001 in den Zoo Loro Parque nach Teneriffa, wo sich schon ein Weibchen befand und wo – wie es der Zufall wollte – Lorenzo Crosta Verantwortlicher war. „Wir waren sehr erfolgreich: Innerhalb von 3 Monaten hatten wir die ersten Eier, von da an haben mich die Spix-Aras nicht mehr losgelassen“, erinnert er sich. <BR /><BR />2016 starb der Emir, seine Tiere wurden von der ACTP (Association for the Conservation of Threatened Parrots) in Berlin übernommen, die das Wiederansiedlungsprojekt mit Erfolg vorantrieb. <BR /><BR /> Die Anzahl der Spix-Aras ist mittlerweile weltweit auf 250 angestiegen, wovon 20 Exemplare im Nordosten Brasiliens ausgewildert werden konnten. „Heuer hatten wir bereits 43 Küken, und es könnten mehr werden. Schon zum zweiten Mal gab es Gelege in freier Wildbahn, aber erstmals sind kürzlich 2 Jungvögel der 2022 wieder angesiedelten Paare ausgeflogen. Das ist aufregend“, freuen sich Schnitzer und Crosta.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1056942_image" /></div>