Ohne Zeitnehmung, ohne Startnummern, ohne jeglichen Leistungsdruck, aber mit einer ganz großen Botschaft gegen die Gewalt gegen Frauen waren die Läuferinnen zwischen 8 und 80 Jahren an den Start des 4-Kilometer-Parcours gegangen; Schritt für Schritt unterstützten sie die Initiative „Es geat di a un – tocca a te“, die Frauen in Gewaltsituationen schnelle und unbürokratische Hilfe bietet.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1068276_image" /></div> <BR /><BR /> Entlang der Strecke feuerten die Cheerleader des SSV Brixen, Kids mit „Hopp, hopp, Mama“-Plakaten, Teenies mit Kuhglocken und mit Tragetaschen vollbehängte Ehemänner die Läuferinnen an. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1068279_image" /></div> <BR /><BR />„Leider kenne auch ich Frauen, die Opfer von Gewalt sind – der Frauenlauf ist eine Super-Aktion, um die Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen“, erklärte die Teilnehmerin Katharina Gross aus Marling; Anna Zangerle aus Schlanders und Verena Waldboth, Gemeinderätin in Brixen, nickten zustimmend. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1068282_image" /></div> <BR /><BR />„Nur gemeinsam können wir etwas erreichen und auf dieses Thema aufmerksam machen“, waren auch Marina Rabensteiner, Vroni Fink und Manuela Weissteiner aus Klausen überzeugt.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1068285_image" /></div> <BR />In Laufschuhe und violettes Trikot waren auch Schwester Mirjam Volgger, Provinzoberin der Tertiarschwestern des heiligen Franziskus, und Schwester Gudrun Leitgeb geschlüpft. „Wir sind ein Teil der Gemeinschaft – und wollen als solcher auch sichtbar sein“, erklärten die beiden Ordensfrauen. „Ein Zeichen gegen die Gewalt gegen Frauen zu setzen, ist also selbstverständlich.“ Für ihr beispielhaftes Engagement erhielten die beiden Nonnen spontanen Applaus entlang der Laufstrecke. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1068288_image" /></div> <BR /><BR />„Wir sind für den guten Zweck, den Zusammenhalt der Frauen und für die besondere Sache an den Start des Frauenlaufes gegangen“, waren sich die Freundinnen Monika Notdurfter, Gertraud Wisthaler, Claudia Fiaschi, Cristina Scienza und Emma Mair aus Brixen, Trient und dem Pustertal einig. „Außerdem haben wir Spaß am Laufen und an der Bewegung.“ <BR /><h3> 10.500 Euro für den guten Zweck</h3>Nach dem Lauf wurde der Initiative „Es geat di a un – tocca a te“ ein Drittel der Teilnahmegebühr (die Startplätze waren bereits vor 2 Monaten restlos vergeben) überreicht: 10.500 Euro. „Der Women's run ist nicht nur ein Lauf, sondern ein Symbol der Gemeinschaft, der Kraft und der Solidarität. Diese Spende ist ein Lichtblick für viele Frauen, die dringend unsere Hilfe brauchen“, erklärt Giada Del Marco, die Vorsitzende der Initiative. <h3> Es geat di a un</h3> Bei „Es geat di a un – tocca a te“ handelt es sich um eine engagierte Gruppe von 11 Südtirolerinnen und Südtirolern. Deren Mission: Frauen in Gewaltsituationen zu unterstützen, das Bewusstsein in der Gesellschaft zu schärfen und Veränderungen herbeizuführen, Ressourcen bereitzustellen, um Gewalt gegen Frauen zu beenden. Dies erfolgt über Sensibilisierungsaktionen, über Erste Hilfe für Frauen in Gewaltsituationen, über finanzielle Unterstützung für Frauen, insbesondere alleinerziehender, und über rechtliche Beratung und Verteidigung. <BR /><BR />Mehr Schnappschüsse vom diesjährigen Frauenlauf in Brixen finden Sie – werte Leserinnen und Leser – in der Ausgabe des „Dolomiten“-Magazins, das am 6. September erscheint.