Donnerstag, 15. September 2016

235.000 Menschen warten in Libyen auf Reise nach Italien

235.000 Migranten warten in Libyen auf die Gelegenheit zur Überfahrt über das Mittelmeer in Richtung Italien. Dies erklärte Martin Kobler, der deutsche UNO-Sonderbeauftragte für Libyen, in einem Interview mit der italienischen Tageszeitung „La Stampa“ am Donnerstag.

In Libyen sollen mehr als 200.000 Menschen darauf warten, nach Italien zu reisen.
In Libyen sollen mehr als 200.000 Menschen darauf warten, nach Italien zu reisen. - Foto: © APA/AFP

Terrorismus und Flüchtlingsströme seien Symptome derselben Krankheit, dem Mangel an einer staatlichen Behörde in Libyen. „Wir müssen arbeiten, damit Legalität in Libyen garantiert ist. Menschenhandel ist ein Verbrechen und muss als solches bekämpft werden. Dafür sind Polizei und ein Heer zur Bekämpfung von Terroristen und Schleppern notwendig“, sagte Kobler.

Zugleich müsse man laut Kobler die Ursachen der Flüchtlingswelle -Terrorismus und Armut – bekämpfen. „Der Kampf muss vor allem in den Herkunftsländern der Migranten geführt werden. Nur so kann man den Notstand in Libyen bewältigen“, meinte der UNO-Sondergesandte.

apa

stol