Samstag, 16. Juli 2016

25 Menschen bei Luftangriffen auf Aleppo getötet

Bei Luftangriffen auf von Rebellen gehaltene Viertel in der syrischen Stadt Aleppo sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 25 Zivilisten getötet worden, darunter mehrere Kinder.

Ein Mann in Syrien trauert um ein bei Luftangriffen am Samstag in Aleppo getötetes Kind.
Ein Mann in Syrien trauert um ein bei Luftangriffen am Samstag in Aleppo getötetes Kind. - Foto: © APA/AFP

Elf Zivilisten seien getötet worden, als nach Mitternacht der Altstadtteil Bab al-Nasr angegriffen worden sei, teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag mit.

Unter den Opfern seien vier Kinder. Im Stadtteil Fardus starben demnach sieben Zivilisten. Weitere sieben Zivilisten, darunter mehrere Kinder, wurden demnach in anderen Vierteln getötet.

Nach Angaben der Beobachtungsstelle muss mit weiteren Todesopfern gerechnet werden, da es mehrere lebensgefährlich Verletzte gebe. Mindestens 20 Menschen würden noch unter Gebäudetrümmern vermutet.

Ein AFP-Reporter berichtete aus Aleppo, über den von Rebellen kontrollierten Vierteln im Osten der Stadt flögen „Hubschrauber und Flugzeuge“. Mehrere Fassbomben seien abgeworfen worden. Ein Krankenhaus im Stadtteil Al-Maadi wurde durch Bombardements zerstört, es gab mehrere Verletzte, wie einer der dort arbeitenden Ärzte mitteilte. Die amtliche syrische Nachrichtenagentur SANA meldete, bei Granatenangriffen der Rebellen auf die von Regierungskräften kontrollierten Viertel im Westen Aleppos habe es ein Todesopfer und neun Verletzte gegeben.

Die Angaben der Beobachtungsstelle, die sich auf ein Netzwerk von Informanten beruft, können von unabhängiger Seite kaum überprüft werden. Aleppo, die zweitgrößte Stadt Syriens, ist seit 2012 zwischen Armee und Rebellen geteilt. Seit Beginn des Bürgerkrieges im März 2011 wurden mehr als 280.000 Menschen getötet, Millionen weitere ergriffen die Flucht.

apa/afp/reuters

stol