Mittwoch, 28. Februar 2018

26 Länder fordern sofortiges Ende der Gewalt in Afghanistan

In ihrer Abschlusserklärung zu einer großen Friedenskonferenz in Kabul ruft die internationale Gemeinschaft alle bewaffneten Gruppen zu Friedensgesprächen auf und fordert das sofortige Ende der Gewalt. Zu der ganztägigen Konferenz im Rahmen des sogenannten Kabul-Prozesses waren am Mittwoch Vertreter von 26 Ländern, darunter Deutschland, zusammengekommen.

In ihrer Abschlusserklärung zu einer großen Friedenskonferenz in Kabul ruft die internationale Gemeinschaft alle bewaffneten Gruppen zu Friedensgesprächen auf.
In ihrer Abschlusserklärung zu einer großen Friedenskonferenz in Kabul ruft die internationale Gemeinschaft alle bewaffneten Gruppen zu Friedensgesprächen auf. - Foto: © APA/AFP

Hauptthema war, wie die afghanische Regierung mit den radikalislamischen Taliban Frieden schließen kann, die weite Teile des Landes kontrollieren.

Man stehe weiterhin zu einem afghanisch geführten Friedensprozess und stimme überein, dass direkte Gespräche zwischen der afghanischen Regierung und den Taliban der beste Weg seien, das Leiden des afghanischen Volkes zu beenden, heißt es in der Erklärung. Der Krieg gegen die Taliban hat sich seit Ende der Nato-Kampfmission 2014 stark intensiviert. 2017 hatte die UNO 450.000 Binnenflüchtlinge gezählt. Mehr als 10.000 Zivilisten waren getötet oder verletzt worden.

Präsident Ashraf Ghani hatte den Taliban, die zu der Konferenz nicht eingeladen worden waren, umfassende Angebote gemacht, darunter eine Waffenruhe, die Aufhebung von Sanktionen, die Entlassung von Gefangenen und die Anerkennung als politische Partei oder Gruppe. Die Taliban reagierten am Abend darauf mit Lob, aber auch Ablehnung. Solange ausländische Truppen im Land seien, werde es keine Gespräche geben, hieß es.

apa/dpa

stol