Unter den rund 70 Beiträgen kristallisierten sich 3 Schwerpunktthemen für den Vinschgau heraus.<BR /><BR />Der Abend im Schlanderser Kulturhaus bot auch Gelegenheit, die Anliegen der Vinschger und Vinschgerinnen an die Politik in der Person von Landeshauptmann Arno Kompatscher zu richten. Das Publikum hatte nämlich die Möglichkeit, sich im Saal anonym über das Handy einzubringen.<BR />Unter den rund 70 Beiträgen kristallisierten sich 3 Schwerpunktthemen heraus: Verkehr, Wasser und Landwirtschaft. <h3> Verkehr</h3>„Für den Verkehr gilt: vermeiden, umschichten und verbessern“, meinte Bezirkspräsident Dieter Pinggera. Was letzteres betrifft, machte Landeshauptmann Arno Kompatscher deutlich, dass es keinen Neubau von Straßen geben werde. Man werde lediglich Gefahrenstellen beseitigen bzw. ihnen ausweichen.<BR /><BR /> Im Vinschgau war in den letzten Jahrzehnten immer wieder die Forderung nach einem Ausbau der Staatsstraße, nach einer Kriechspur usw. laut geworden. Nun wartet man ungeduldig auf die Fertigstellung des Umfahrungstunnels Kastelbell–Galsaun, den Neubau des Abschnittes bei den Galerien in Graun sowie auch den Bau einer Galerie in der Latschander. <BR /><BR />In Sachen Vinschger Bahn wolle man die Elektrifizierung mit Nachdruck vorantreiben und den derzeitigen Terminplan mit einem Abschluss der Arbeiten im Jahr 2024 einhalten, hieß es. Ein zweites Geleise für die Bahnlinie Meran – Mals sei derzeit noch Zukunftsmusik, ließ der Landeshauptmann anklingen. Ähnliches gelte für deren Anbindung an das internationale Bahnnetz, wie sie zu Monatsbeginn im schweizerischen Scuol besprochen worden war. <h3> Wasser</h3>Angesichts der Folgen des Klimawandels, die auch im Vinschgau immer mehr spürbar werden, ist die Verfügbarkeit von Wasser ein großes Thema, das nicht nur von der Landwirtschaft gefühlt wird. „Der Wasserverbrauch steigt, die Ressourcen sind rückläufig“, brachte es Bezirkspräsident Dieter Pinggera auf den Punkt. Er verlangte technische Gegenmaßnahmen, wobei es nicht zu Konflikten mit der Umwelt kommen dürfe. In diesem Zusammenhang wurde neuerlich die Forderung nach der Ausweisung von Trockenzonen im Vinschgau, dem ohnehin niederschlagsärmsten Gebiet der Alpen, wiederholt. <h3> Landwirtschaft</h3>Der 3. Schwerpunkt betraf die Landwirtschaft. Landeshauptmann Arno Kompatscher plädierte dafür, Nachhaltigkeitskonzepte für die Landwirtschaft zu entwickeln, „bei denen die Menschen auch mitgehen können“. Man müsse konkrete Prioritäten setzen, auch in Sachen Pestizide. „Pflanzenschutz muss so gestaltet werden, dass er nicht den Boden, das Wasser, die Luft verschmutzt.“<BR />Aus dem Publikum wurde angemerkt, dass es um das Modell „Bioregion Vinschgau“ still geworden sei. Der Dialog dazu solle jetzt Fahrt aufnehmen, kündigte der Landeshauptmann an. Es sei die feste Absicht der Landesregierung, dass Ziele definiert und ein Zeitplan festgelegt würden.