Samstag, 10. Oktober 2015

30 Jahre „Sorvisc ai Jogn Val Badia“

30 Jahre „Sorvisc ai Jogn Val Badia“ – Erfolgsgeschichte einer heute nicht mehr wegdenkbaren Einrichtung für die Jugend

An vorderster Front stehen beim „Sorvisc ai Jogn Val Badia“ (von links nach rechts):  Obojes Verena (Jugendreferentin); Erlacher Valentin (Geschäftsführer); Neunhäuserer Christiane (Jugendarbeiterin); Ploner Manuela (Jugendarbeiterin).
Badge Local
An vorderster Front stehen beim „Sorvisc ai Jogn Val Badia“ (von links nach rechts): Obojes Verena (Jugendreferentin); Erlacher Valentin (Geschäftsführer); Neunhäuserer Christiane (Jugendarbeiterin); Ploner Manuela (Jugendarbeiterin).

Als einer der ersten Jugenddienste des Landes feiert der Jugenddienst Gadertal dieses Jahr sein 30-jähriges Bestehen.

Gegründet wurde er im Jahr 1985 auf Betreiben der Talpfarreien unter der Federführung von Josef Granruaz, der auch das Amt des erster Präsidenten bekleidete.  

Die Hauptaufgabe des Jugenddienstes war und ist es auch heute noch, Aufbauarbeit im Bereich der Jugend zu leisten und deren Unterstützung im Sinne des Subsidiaritätsprinzips zu fördern. Drei Jahrzehnte nach seiner Gründung gilt der „Sorvisc ai Jogn“, wie die Einrichtung auf Ladinisch heißt, als die Anlaufstelle schlechthin für alle möglichen Anliegen und Belange rund um Jugend.

Seiner Satzung nach versteht sich der „Sorvisc ai Jogn“, als konkrete Verwirklichung des Dienstes der Kirche und der Gemeinschaft an Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Da für die ladinische Sprachgruppe eine Verbindung zu einer größeren Gemeinschaft gleicher Sprache nicht möglich ist, war und ist der Jugenddienst Gadertal bei der Gestaltung und Ausrichtung seiner Tätigkeiten immer stark gefordert. Dies nicht zuletzt auch deswegen, weil die Energie für die Erarbeitung und die Umsetzung der verschieden Vorhaben zu einem Großteil aus der Organisation selbst kommen muss. Als  1994 in Picolin/Pikolein der neue Sitz bezogen werden konnte, war ein erster wichtiger Schritt gesetzt. In den Jahren danach gelang es, die Arbeit mehr und mehr zu professionalisieren, auf hauptamtliche Kräfte wie auch auf eine verlässliche ehrenamtliche Mitarbeiterschaft zu bauen.

„In den 30 Jahren entwickelte sich der „Sorvisc ai Jogn“ ständig weiter, wir mussten uns ständig neuen Herausforderung stellen und haben bis heute einen recht guten Einblick in die Arbeit mit der Jugend gewinnen können“, erklärt Valentin Erlacher, Geschäftsführer im Jugenddienst. Als wichtigen Bestandteil des Jugenddienstes führt Erlacher auch die guten Kontakte und die aufgebaute Netzwerkarbeit zu anderen Vereinen, Organisationen und Gremien des Tales. „Dies ermöglicht uns, oft schnell und unbürokratisch Interessierten entgegenzukommen, zu beraten und in ihren Anliegen konkret weiterzuhelfen“, so Erlacher.

„Ziel in der Arbeit ist es, Kindern und Jugendlichen mit vielfältigen Beteiligungsmöglichkeiten auf allen Ebenen Gestaltungsräume zu eröffnen“, so weiter Erlacher: „Mit Jugendlichen zu arbeiten bedeutet an der Gestaltung der zukünftigen Generation der Gesellschaft und der Kirche beteiligt zu sein“, und dieser Herausforderung wollen wir uns stellen.

Nicht unwesentlich dazu beigetragen, dass der Gadertaler Jugenddienst heute gut aufgestellt ist, haben auch die Gadertaler Gemeinden. In Zusammenarbeit mit ihnen konnten nach und nach sogar in den jeweiligen Fraktionen Jugendtreffs eingerichtet werden. Bis heute hat der Jugenddienst Gadertal neben der wichtigen Aufbauarbeit unzählige Projekte und Initiativen zum Wohle der Jugend erfolgreich umgesetzt.

Die Finanzierung des „Sorvisc ai Jogn“ wird von der öffentlichen Hand (Amt für Jugendarbeit), den fünf Gadertaler Gemeinden und den Pfarreien des Tales getragen.

Gefeiert wird am 22. November in La Ila/Stern mit allen, die beim Sorvisc ai Jogn in den letzten 30 Jahren irgend ein Amt bekleidet haben, als Ehrenamtliche mitgewirkt und am Aufbau mitgeholfen haben. Bei diesem Anlass wird in La Ila/Stern auch das neue Jugendzentrum offiziell eröffnet und seiner Bestimmung übergeben, sowie kurz Rückschau gehalten und über Pläne für die Zukunft nachgedacht werden.

Giovanni Mischí

Giovanni Mischí, San Martin de Tor

stol