30.000 Personen sind seit 1974 in Italien spurlos verschwunden, davon sind die Hälfte Minderjährige. Allein in den letzten zwei Jahren wurden 23.000 Vermisstenanzeigen eingereicht, berichtete Innenminister Angelino Alfano bei einem internationalen Kongress über verschwundene Personen gestern in Rom. Als "dramatische und schmerzhafte Plage", die Sozialalarm auslöse, bezeichnete Alfano das Phänomen der Vermissten in Italien. Kinder, Senioren und nicht identifizierte LeichenIn den letzten 40 Jahren seien 15.000 Kinder verschwunden, die meisten davon Ausländer, die in Italien als illegale Migranten eingetroffen sind, aber auch 1954 italienische Kindern. In den letzten Jahren sind 9.000 minderjährige Migranten ohne Begleitung von Erwachsenen in Italien eingetroffen.2155 davon seien spurlos verschwunden.Unter den verschwundenen Erwachsenen würde man viele Senioren melden, die an Demenz leiden, berichtete Alfano. Viele Personen würden hinzu untertauchen, weil sie Opfer von Wuchern und Kriminellen seien.Hoch ist auch die Zahl der nicht identifizierten Leichen. 1.283 menschliche Reste warten noch auf Identifizierung. Auf Sizilien würden sich 588 namenlose Leichen befinden. Dabei handelt es zum Teil auch um die Reste von Migranten, die bei Seeüberfahrten ums Leben gekommen sind.In der Region Lazio warten 195 Leichen auf eine Identifizierung, 177 davon allein in der Hauptstadt Rom. In der Region Lombardei sind es 102 und in Kampanien 73.mit