Dienstag, 24. Juli 2018

4 neue Primar-Ernennungen im Sanitätsbetrieb

Im Südtiroler Sanitätsbetrieb gibt es 4 neue Primar-Ernennungen: Marc Kaufmann wird Primar des betrieblichen Dienstes für Rettungs- und Notfallmedizin, Martin Steinkasserer kehrt als Primar der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe nach Bozen zurück, Roger Pycha wird Leiter des Psychiatrischen Dienstes in Brixen und Mohsen Farsad, bisher geschäftsführend tätig, wurde zum Primar der Nuklearmedizin ernannt.

Im Südtiroler Sanitätsbetrieb gibt es 4 neue Primar-Ernennungen.
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Im Südtiroler Sanitätsbetrieb gibt es 4 neue Primar-Ernennungen. - Foto: © shutterstock

Marc Kaufmann, bisher Oberarzt an der Universitätsklinik für Anästhesie und Intensivmedizin in Innsbruck, wird Primar des betrieblichen Dienstes für Rettungs- und Notfallmedizin. Kaufmann, Jahrgang 1973, kommt ursprünglich aus Welschnofen, maturierte am Franziskanergymnasium in Bozen und absolvierte dann das Medizinstudium und die Facharztausbildung in Innsbruck. Der Facharzt für Anästhesie und Intensivmedizin ist aktuell an der Uniklinik in Innsbruck stellvertretender Bereichsoberarzt für Viszeral-, Transplantations- und Thoraxchirurgie, KAT-Beauftragter und leitender Flugrettungsarzt am Notarzthubschrauber "Christophorus 1“.

Marc Kaufmann leitet in Innsbruck unter anderem ein Spezialteam für die intraoperative, anästhesiologische Betreuung von Säuglingen und Kleinkindern bei Lebertransplantationen und ist mitverantwortlich für das Kunstherz-Programm der Uniklinik. Zusätzlich hat er ein Projekt für den mobilen Einsatz der Herz-Lungenmaschine ins Leben gerufen, mit dem Patienten mit schwersten Lungen- und Kreislaufversagen in den Krankenhäusern Westösterreichs vor Ort stabilisiert und anschließend nach Innsbruck transportiert werden können. Der Südtiroler ist verheiratet mit einer Ärztin und Vater von 2 Töchtern.

Marc Kaufmann. - Foto: sabes

Martin Steinkasserer trat die Primarstelle im Krankenhaus Bruneck 2016 an. Dort war er kein Unbekannter, denn der gebürtige Brunecker war seit 1993 zuerst als Assistenzarzt und später als Oberarzt tätig. 2008 wechselte er für 4 Jahre an das „Ospedale Sacro cuore Negrar“ bei Verona und dann an das Zentralkrankenhaus Bozen. Nach guten 2 Jahren in seiner Heimatstadt wird Steinkasserer nun als Primar der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe am Landeskrankenhaus Bozen berufen.

Als einer der ersten Primare mit dem Auftrag als Dienstleiter für 2 Standorte, hat er es verstanden, neben dem Krankenhaus Bruneck jenes von Innichen zu betreuen und dort die Diente aufrechtzuhalten. Steinkasserer ist im Rahmen der onkologischen Zertifizierung in Südtirol 2014 zum onkologisch-gynäkologischen Chirurg ernannt worden. Seit 2012 ist er zudem Lehrbeauftragter an der Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Medizinischen Hochschule Hannover.

Martin Steinkasserer. - Foto: sabes

Mohsen Farsad, ist offiziell als Primar des Dienstes für Nuklearmedizin im Krankenhaus Bozen, bestätigt worden. Dr. Farsad, Jahrgang 1970, promovierte 1999 an der Universität in Bologna und erlangte im Jahre 2003 die Spezialisierung zum Facharzt in Nuklearmedizin. Nach einigen lehrreichen Erfahrungen, auch im europäischen Raum, nahm er 2007 seine Tätigkeit im Krankenhaus Bozen als Assistenzarzt auf. Hierbei kümmerte er sich hauptsächlich um die onkologische Diagnostik PET-CT und die Erforschung funktioneller Bewegungsstörungen. Im Jahre 2011 wurde er zum leitenden Oberarzt für „Onkologische Diagnostik mit PET/CT“ ernannt. Im August 2013 übernahm er als geschäftsführender Primar den Dienst für Nuklearmedizin, als Nachfolger des pensionierten Primars Dr. Luzian Osele. 

Mohsen Farsad. - Foto: sabes

Roger Pycha, seit 1999 Direktor des psychiatrischen Dienstes in Bruneck, wechselt in den Gesundheitsbezirk Brixen: Der 59-Jährige Absolvent des Franziskanergymnasiums tritt ab 1. September die Nachfolge von Josef Schwitzer an. Pycha promovierte 1985 in Innsbruck, war unter anderem als Assistenzarzt in Chur und als Oberarzt an der Innsbrucker Uniklinik tätig. Er ist Koordinator der Europäischen Allianz gegen Depression in Südtirol, wissenschaftlicher Leiter der Südtiroler Arbeitsgruppe für Suizidprävention, Vizepräsident und Lehrtherapeut des Südtiroler Institutes für Systemische Forschung und Therapie, Ausschussmitglied der Südtiroler Selbsthilfeorganisation psychisch Kranker „Lichtung/Girasole".

Dr. Pycha weist langjährige Erfahrung und klare Vorstellungen zu Entwicklung des Psychiatrischen Dienstes in Brixen auf, so die Expertenkommission zur Auswahl. Pycha bringt zudem die für die Organisation der psychiatrischen Versorgung so notwendige Kompetenz zur Netzwerk-Arbeit mit.

stol

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