Mittwoch, 20. Juni 2018

4 US-Staaten gegen Familientrennungen an Grenze

4 US-Bundesstaaten haben sich gegen die Familientrennungen an der Grenze zu Mexiko gestellt und den Einsatz ihrer Nationalgardisten verweigert.

Viele zeigen, was sie vom US-Vorgehen halten. - Foto: APA (AFP)
Viele zeigen, was sie vom US-Vorgehen halten. - Foto: APA (AFP)

„Wir werden keine Komplizen bei dieser anhaltenden menschlichen Tragödie sein”, erklärte der demokratische Gouverneur des Bundesstaats New York, Andrew Cuomo, auf Twitter. Ähnlich äußerten sich die Gouverneure von Maryland, Colorado und Massachusetts.

Der republikanische Gouverneur von Maryland, Larry Hogan, erklärte, er werde keine Nationalgardisten mehr an der Grenze stationieren, bis die „Politik der Trennung von Kindern und ihren Eltern” aufhöre. Er habe eine vierköpfige Helikopter-Besatzung angewiesen, „sofort” von der Grenze zurückzukehren.

Im Zuge der „Null-Toleranz”-Politik von US-Präsident Donald Trump werden alle Menschen festgenommen, die illegal die Grenze von Mexiko aus überqueren. Da Kinder nicht mit ihren Eltern festgesetzt werden dürfen, werden die Familien getrennt. Nach Angaben des US-Heimatschutzministeriums waren davon zwischen dem 5. Mai und dem 9. Juni mehr als 2.300 Kinder betroffen.

Kritiker sehen sich im Rahmen der Debatte um die Trennung von Migrantenfamilien an der Grenze an Praktiken der Nazis erinnert - Sessions weist solche Parallelen jedoch scharf zurück. Derartige Vergleiche seien eine „wirkliche Übertreibung”, sagte Sessions am Montagabend (Ortszeit) im Fernsehsender Fox News.

Harsche Kritik an den Familientrennungen kommt u.a. auch vom UNO-Kinderhilfswerk UNICEF. „Geschichten von Kindern, einige noch Babys, die von ihren Eltern getrennt werden, die Zuflucht in den USA suchen, sind herzzerreißend”, sagte UNICEF-Chefin Henrietta Fore. Die Situation sei inakzeptabel.

apa/ag.

stol