Samstag, 12. November 2016

43 Tote bei Anschlag in Pakistan: IS reklamiert Tat für sich

Bei einer Explosion an einem muslimischen Schrein in Pakistan sind am Samstag nach offiziellen Angaben mindestens 43 Menschen getötet und 100 weitere verletzt worden. Die Extremisten-Miliz „Islamischer Staat“ (IS) erklärte, Kämpfer der Organisation hätten den Anschlag ausgeführt.

Am Shah-Noorani-Schrein hielten sich auch viele Kinder auf.
Am Shah-Noorani-Schrein hielten sich auch viele Kinder auf. - Foto: © APA/AFP

Die Explosion ereignete sich am Shah-Noorani-Schrein nahe der Stadt Hub in der Provinz Baluchistan. Zu dem Zeitpunkt befanden sich dort Hunderte Menschen. An dem Sufi-Schrein findet täglich zum Sonnenuntergang ein ritueller Tanz statt, Dhamaal genannt.

Daher waren zu dem Zeitpunkt so viele Menschen auf dem Gelände. Nach Angaben der Rettungskräfte wurden Verletzte zum Teil bis in das 100 Kilometer entfernte Karachi gebracht.

Extremisten in Region sehr präsent

In der größten pakistanischen Provinz Baluchistan sind extremistische Gruppen besonders präsent und aktiv – sie gilt als Unruheherd des Landes. Darunter sind etwa Separatisten, sunnitische Extremisten sowie pakistanische und afghanische Taliban. Immer wieder kommt es zu schweren Anschlägen.

So kamen bei einem Angriff auf eine Polizeiakademie in der Provinzhauptstadt Quetta im Oktober 61 Menschen ums Leben, mehr als 100 wurden verletzt. Im August wurden vor einer Klinik in Quetta knapp 88 Menschen getötet.

Im Juni erschossen zwei Männer den Sufi-Sänger Amjad Sabri – nach Meinung von Beobachtern möglicherweise, weil er als prominenter Vertreter des Sufismus bekannt war.

apa/afp/dpa/reuters

stol