Dienstag, 20. Oktober 2015

45 Tote bei russischen Luftangriffen im Westen Syriens

Bei Luftangriffen russischer Kampfjets in der syrischen Provinz Latakia sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 45 Menschen getötet und dutzende weitere verletzt worden.

Die Konflikte in Syrien nehmen kein Ende. (Archivbild)
Die Konflikte in Syrien nehmen kein Ende. (Archivbild)

Unter den Opfern seien auch Zivilisten, genaue Zahlen lägen hierzu aber nicht vor, teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Dienstag mit.

Auch ein Rebellenkommandant und die Familien von Aufständischen seien bei den Bombardements am Montag in der Region Jabal al-Akrad getötet worden. Aufgrund der vielen Verletzten könne die Zahl der Toten weiter steigen. Die in Großbritannien ansässige Beobachtungsstelle stützt sich auf ein Netz von Informanten vor Ort, ihre Angaben sind von unabhängiger Seite kaum überprüfbar.

Der oppositionellen Nachrichtenseite Syria Direct zufolge gehörten die meisten Toten zur gemäßigten Freien Syrischen Armee (FSA). Die Rebellen, die gegen das Regime des syrischen Staatspräsidenten Bashar Al-Assad kämpfen, kontrollieren im Norden Latakias Bergregionen. Der größte Teil der Provinz ist hingegen eine Regimehochburg.

Russland fliegt seit Ende September Luftangriffe in Syrien, um nach eigener Darstellung „Terroristen“ zurückzudrängen. Washington wirft Moskau jedoch vor, vor allem vom Westen unterstützte gemäßigte Rebellen anzugreifen, um Assad zu stärken.

apa/dpa

stol