Samstag, 25. März 2017

60 Jahre Römische Verträge – EU-Gipfel und Demonstrationen

Genau 60 Jahre nach der Unterzeichnung der Römischen Verträge sind die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union in der italienischen Hauptstadt zu einem Sondergipfel zusammengekommen. 1957 waren hier die Fundamente der späteren EU gelegt worden.

Außenminister Angelino Alfano, Premier Paolo Gentiloni und Roms Bürgermeisterin Virginia Raggi warten vor den Feierlichkeiten auf die Regierungsvertreter aus den EU-Ländern
Außenminister Angelino Alfano, Premier Paolo Gentiloni und Roms Bürgermeisterin Virginia Raggi warten vor den Feierlichkeiten auf die Regierungsvertreter aus den EU-Ländern - Foto: © APA/AFP

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und die anderen Spitzenpolitiker wollen mit einer Erklärung von Rom den Kurs der Union für die nächsten zehn Jahre festlegen. Nach der Volksentscheidung zum Austritt Großbritanniens ist die britische Premierministerin Theresa May nicht bei den Jubiläumsfeiern dabei.

Die Sicherheitskräfte sind während des Gipfeltreffens in höchster Alarmbereitschaft. Zu Demonstrationen und Kundgebungen von EU-Gegnern und -Befürwortern werden bis zu 30 000 Menschen erwartet. Einige Geschäfte in der Innenstadt waren verbarrikadiert. Nach dem Anschlag in London wurden die Sicherheitsmaßnahmen noch einmal verschärft.

Am Vorabend hatte Papst Franziskus den Staats- und Regierungsschefs ins Gewissen geredet und sie zu Solidarität und Zusammenhalt aufgerufen. Bei einer Audienz im Vatikan sagte er, Solidarität sei das wirksamste Heilmittel gegen die modernen Formen des Populismus, dürfe aber nicht nur aus Worten bestehen.

„Die Solidarität ist nicht nur ein guter Vorsatz. Sie ist gekennzeichnet durch konkrete Taten und Handlungen“, betonte er. Populistische Strömungen seien dagegen „Blüten des Egoismus“.

dpa

stol