Dienstag, 14. November 2017

61 Tote nach Luftangriffen in Nordsyrien

Nach Luftangriffen im Nordwesten Syriens ist die Zahl der Todesopfer laut Aktivisten auf 61 gestiegen. Unter den Getöteten seien fünf Kinder und drei Polizisten, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Dienstag mit. Unklar sei, ob die Angriffe auf den Markt der Stadt Atareb in der Provinz Aleppo am Montag von syrischen oder von russischen Kampfjets geflogen worden seien.

Foto: APA (AFP)
Foto: APA (AFP)

Zuvor hatte die Beobachtungsstelle von 53 Toten gesprochen; inzwischen seien weitere Menschen ihren Verletzungen erlegen, hieß es. Nach Angaben eines mit AFP zusammenarbeitenden Fotografen waren die Häuser nach den Angriffen stark beschädigt und die Straßen mit Schutt bedeckt.

Atareb befindet sich im Gegensatz zur Provinzhauptstadt Aleppo in der Hand von Rebellen. Die Türkei, Russland und der Iran hatten sich in der Region eigentlich auf die Einrichtung einer sogenannten Deeskalationszone verständigt, die eine Waffenruhe zwischen Regierungstruppen und Rebellen vorsieht.

Die Beobachtungsstelle hat ihren Sitz in Großbritannien und bezieht ihre Informationen von einem Netz aus Aktivisten vor Ort. Für Medien sind diese kaum zu überprüfen.

apa/ag.

stol