Donnerstag, 07. Juni 2018

7 Millionen Italiener am Sonntag zu Wahlen aufgerufen

Italien steht vor dem letzten Wahlgang dieses politisch turbulenten Frühjahrs. Nach den Parlamentswahlen am 4. März, Regionalwahlen in Molise, in Friaul-Julisch Venetien und im Aostatal steht Italien vor Teilkommunalwahlen am Sonntag.

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761 Gemeinden mit insgesamt 7 Millionen Wähler sind am Sonntag zu dem Urnengang aufgerufen. Bürgermeister-Stichwahlen folgen am 24. Juni.

Es handelt sich um den ersten Wahlgang, seitdem die neue Regierung aus der rechten Lega und der Fünf-Sterne-Bewegung im Einsatz ist. An den Kommunalwahlen am Sonntag sind 21 größere Städte, darunter Brescia, Treviso, Vicenza, Siena, Pisa und Catania beteiligt. Sechs am Wahlgang beteiligten Städte zählen mehr als 100.000 Einwohnern.

Lega und Fünf-Sterne-Bewegung, Verbündete in der Koalition um Premier Giuseppe Conte, sind bei den Kommunalwahlen scharfe Konkurrenten. Die Lega, die bei den Parlamentswahlen mit 17 Prozent als stärkste Einzelpartei im Mitte-Rechts-Block um Ex-Premier Silvio Berlusconi hervorgegangen war, hofft, sich in traditionellen Hochburgen des Nordens zu behaupten.

Erwartet wird ein Sieg der Fünf-Sterne-Bewegung in mehreren süditalienischen Städten. Auf Sizilien sind 137 Kommunen am Wahlkampf beteiligt, 1,6 Millionen Sizilianer sind zum Wahlgang aufgerufen.

apa

stol