<b>Von Petra Schwienbacher</b><BR /><BR /><b>Alleine halten:</b> Meerschweinchen sind Rudeltiere, das heißt, sie dürfen nie alleine gehalten werden, sondern immer in einer Gruppe von mindestens 3 Tieren. Am unproblematischsten ist grundsätzlich eine reine Weibchengruppe oder eine Weibchengruppe mit einem kastrierten Bock. Anspruchsvoller sind reine Bockgruppen.<BR /><BR /><b>Zu wenig Platz:</b> Die meisten Käfige und Gehege sind für Meerschweinchen viel zu klein. Für jedes Tier muss mindestens ein Quadratmeter eingerechnet werden. Reine Böckchengruppen brauchen mindestens 1,5 Quadratmeter Platz. Zudem benötigen Meerschweinchen täglich Auslauf in einem an das Gehege angrenzenden Auslaufbereich.<BR /><BR /><b>Die falsche Ernährung:</b> Manche Meerschweinchenhalter füttern falsch oder zu unausgewogen. Der wichtigste Bestandteil der Nager-Ernährung ist Heu, das rund um die Uhr zur Verfügung stehen sollte. Durch den hohen Anteil an Rohfasern hilft es ganz natürlich bei der Verdauung und ist wichtig für die Zahnpflege. Die Zähne von Meerschweinchen wachsen ein Leben lang. Durch das Knabbern von Heu, welches auch Kieselsäure enthält, werden die Zähne auf natürliche Weise abgerieben. <BR /><BR />Einige Nahrungsmittel müssen Meerschweinchenhalter komplett von der Liste streichen, denn sie sind unverträglich oder giftig. Listen dazu gibt es im Internet. <BR /><BR /><b>Die falsche Einrichtung:</b> Im Zoofachhandel gibt es leider viele ungeeignete und gefährliche Spielzeuge und Einrichtungsgegenstände für Meerschweinchen. Nichts im Gehege zu suchen haben Food-Bälle, Heuraufen aus Metall, Häuser aus Plastik, Häuser mit Fenstern, Laufräder und Joggingbälle.<BR /><BR /><b>Die falsche Einstreu:</b> Katzenstreu oder Zeitungen dürfen als Einstreu für die Meerschweinchen nicht verwendet werden. Katzenstreu kann tödlich sein, wenn Meerschweinchen sie fressen und auch Druckerschwärze hat nichts im Magen der Nagetiere verloren. <BR /><BR />Ebenso verzichten sollten Meerschweinchenliebhaber auf Einstreu mit Duft und auf Stroh als alleinige Einstreu. Trotzdem kann Stroh natürlich mit ins Gehege, da es auch als Raufutter gefressen wird und die nachwachsenden Backenzähne abnutzt. Für das komplette Gehege werden Holzspäne oder Weichholz-Granulat verwendet, die regelmäßig gewechselt werden.<BR /><BR /><b>Körperpflege:</b> Kurzhaarmeerschweinchen brauchen nicht gebürstet oder gekämmt werden, das wachsende Haar von Langhaarmeerschweinchen sollte allerdings regelmäßig geschnitten werden, damit das Tier nicht beim Laufen oder Sehen eingeschränkt wird.<BR /><BR />Meerschweinchen brauchen kein Bad. Das bedeutet enormen Stress für die Tiere und führt manchmal zu Kreislaufzusammenbrüchen der äußerst wasserscheuen Tiere. Nur in seltenen Fällen kann ein Bad sinnvoll sein – beispielsweise bei Parasitenbefall, obwohl es dafür auch Pulver und andere Behandlungsmethoden gibt – immer aber nach Absprache mit dem Tierarzt. <BR /><BR /><b>Streicheln und hochheben:</b> Meerschweinchen mögen keinen Körperkontakt und kuscheln gehört nicht zu ihrem natürlichen Verhalten. Können Meerschweinchen nicht flüchten, verfallen sie meist in eine Schockstarre – sie sitzen einfach nur da und bewegen sich nicht. <BR /><BR />Wer seine Meerschweinchen streicheln möchte, kann sich zuerst mit Futter in das Gehege setzen und abwarten, bis die Tiere von alleine den Kontakt suchen. Später, wenn die Tiere Vertrauen gefasst haben, können sie am Kopf gestreichelt werden. <BR /><BR />Es ist wichtig, dass sich die Meerschweinchen behutsam anfassen lassen, damit der regelmäßige Gesundheitscheck durchgeführt werden kann und sie für einen eventuellen Tierarztbesuch nicht noch größerem Stress ausgesetzt sind. <h3> So geht's richtig:</h3>Anfänger sollten sich gut informieren, wie Meerschweinchen richtig gefüttert und artgerecht gehalten werden. Eine hilfreiche Quelle ist diese Website: <a href="https://meerschweinchenwiese.de/" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">www.meerschweinchenwiese.de</a>