Freitag, 30. März 2018

75 Prozent weniger Ankünfte von Flüchtlingen in Italien

Der rückläufige Trend bei den Flüchtlingsankünften in Italien setzt sich im ersten Quartal 2018 fort. Seit Anfang dieses Jahres sind 6.161 Migranten über die See in Italien eingetroffen, das sind 75 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2017, teilte das italienische Innenministerium am Freitag mit.

Foto: © APA/AFP

Noch stärker ist der Rückgang, wenn man die Zahl der Migranten aus Libyen betrachtet. 4.399 Flüchtlinge erreichten Italien seit Anfang dieses Jahres aus dem nordafrikanischen Land, das sind 81 Prozent weniger gegenüber dem Vergleichszeitraum 2017. Die meisten in diesem Jahr eingetroffenen Asylwerber stammen aus Eritrea, Tunesien, Pakistan, Nigeria und Libyen.

Seit Jahresbeginn trafen 909 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Italien ein. Im Rahmen des Relocation-Programms wurden bisher 12.354 Flüchtlinge in andere EU-Länder umverteilt.

119.310 Migranten waren im Gesamtjahr 2017 von Libyen aus in Italien eingetroffen, das sind 34 Prozent weniger als im Jahr 2016, als 181.436 Flüchtlinge das Land erreicht hatten. 6.340 illegal eingereiste Migranten wurden 2017 aus Italien ausgewiesen, das sind 19,6 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Rettungsaktionen im Mittelmeer werden indes fortgesetzt. Das Schiff der NGO SOS Mediterranee und „Ärzte ohne Grenzen“ (MSF), „Aquarius“, rettete im Mittelmeer bei zwei Einsätzen in zwei Tagen insgesamt 252 Migranten aus 21 verschiedenen Ländern, darunter 54 Minderjährige, berichteten italienische Medien am Freitag.

apa

stol