Durch kommen die Fahrer damit in der Regel nicht, denn die A22 schickt die Rechnung nach – und geht notfalls bis zur Zwangseinhebung, sagt A22-Präsident Hartmann Reichhalter.<BR /><BR />Eigentlich ist die A22 „wasserdicht“: Schranke und Karte ziehen bzw. Registrierung über den Telepass bei der Einfahrt, Schranke und Kassenstelle bzw. Abbuchung über den Telepass bei der Ausfahrt. Doch Fehler – technische wie menschliche – passieren auch hier. Und so fahren im Jahr rund 80.000 Nutzer zunächst „gratis“ auf der A22. <BR /><BR />Gemessen am Gesamtverkehrsaufkommen auf der Brennerautobahn ist das keine große Menge, erfasst werden sie trotzdem – und die Rechnung folgt auf dem Fuß. Rund zwei Drittel der Nutzer, die irgendwo zwischen Brenner und Modena ein Stück „mautfrei“ gefahren sind, zahlen nach der Erstaufforderung, berichtet A22-Präsident Hartmann Reichhalter.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1353408_image" /></div> <BR /><BR />Entsprechend kommt ein guter Teil der zunächst entgangenen Mautgebühren – die Summe lag für die vergangenen Jahre zwischen einer und zuletzt fast zwei Millionen Euro – so ohne allzu großen Aufwand wieder rein. Aber wenn nicht, bleibt man bei der Brennerautobahn hartnäckig: „Schlussendlich bekommen wir fast alle, denn wir gehen bis zur Zwangseintreibung“, stellt A22-Präsident Hartmann Reichhalter klar. <BR /><BR />Das muss die Autobahngesellschaft auch, denn auf italienischen Autobahnen ist die Maut gesetzlich vorgeschrieben, und muss damit auch dann gezahlt werden, wenn etwa die Schranke aus technischen Problemen offen war. <BR /><BR />Tatsächlich bleibt die Brennerautobahn nur auf rund vier Prozent der Mautausfälle sitzen, etwa weil Nutzer verstorben oder nicht auffindbar sind. Die Zahlen beziehen sich dabei allerdings nur auf Autobahnnutzer mit italienischer Staatsbürgerschaft. Bei ausländischen Nutzern ist das Eintreiben der Mautgebühren etwas komplizierter, insbesondere wenn es sich um Nicht-EU-Länder handelt.