Vor allem auf der Autobahn kann es schon einmal vorkommen, dass man zu schnell fährt. Einmal kurz nicht aufgepasst und man fährt 140 km/h statt den vorgeschriebenen 130 km/h. Wird man da schon geblitzt und wenn ja, wie hoch ist die Strafe? Und ab welcher Geschwindigkeit ist man den Führerschein los?<BR /><BR />„Das italienische Gesetz sieht eine Toleranzgeschwindigkeit von 5 Prozent vor oder 5 km/h. Kommt darauf an, wie schnell man fährt. Wenn die 5 Prozent weniger sind als 5 km/h, dann gelten die 5 km/h, ansonsten die 5 Prozent“, erklärt Carli. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="926008_image" /></div> <BR /><BR /><BR />Ein Beispiel: Wenn das Tempolimit bei 50 km/h liegt, wird man erst ab 55 km/h geblitzt. Denn 5 Prozent von 50 sind 2,5 und deshalb gelten die 5 km/h als Toleranzgeschwindigkeit. Wenn das Limit aber bei 130 km/h liegt, hat man 5 Prozent Toleranz, das sind 6,5 km/h und nicht nur 5 km/h. Das heißt, man kann immer 5 km/h schneller fahren, bevor man geblitzt wird – bei höheren Geschwindigkeiten sogar mehr. <h3> Tacho zeigt meistens mehr an</h3>„Normalerweise zeigt der Tacho im Auto aber immer etwas mehr an, als man tatsächlich fährt. Das kommt aber ganz darauf an, welche Reifen man hat und wie der Tacho eingestellt ist“, sagt Carli.<BR /><BR />„Wenn der Tacho im Auto 50 km/h anzeigt, messen wir mit dem Radar oft 46 oder 47 km/h, aber das ist bei jedem Auto unterschiedlich“, erklärt Carli weiter. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="926011_image" /></div> <BR />Wer auf der Autobahn also schon mal 140 km/h auf seinem Tacho stehen hatte, hat gute Chancen, dass er nicht geblitzt wurde. Man bewegt sich aber in einem Grenzbereich. <h3> Polizei muss Radargerät unter Kontrolle halten</h3>„Bei Geschwindigkeitskontrollen muss der Beamte sein Radargerät unter Kontrolle haben. Das heißt aber nicht, dass der Polizist unmittelbar daneben stehen muss, er muss nur die Funktionalität des Geräts überprüfen. Auf Autobahnen und Schnellstraßen ist das aber nicht nötig“, sagt Carli.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="926014_image" /></div> <BR />„Auf Kontrollen muss auch mit einem Schild hingewiesen werden. Das muss immer gemacht werden. Auf Autobahnen genügt aber ein Hinweis bei der Einfahrt“, erklärt Carli.<h3> Keine fixen Radarstellen in Südtirol</h3>In Südtirol gibt es einige Speed-Check-Boxen, also die orangen Gehäuse am Straßenrand. Sie sind aber meistens leer, sprich, es wird nicht geblitzt. Wenn sie aktiviert wird, stellt ein Polizist sein Radargerät hinein. Die orangen Gehäuse sind also nur dafür gebaut, um das Radargerät der Polizisten zu platzieren. <BR /><BR />„Ein Polizist muss dabei immer die Funktionalität des Radars überprüfen. In Südtirol gibt es meines Wissens keine fixen Radarstellen, wo immer geblitzt wird. Diese müssen nämlich per Dekret vom Regierungskommissariat genehmigt werden“, sagt Carli.<h3> Geldstrafen und Führerscheinentzug</h3>Im italienischen Gesetz ist die Höhe der Geldstrafen beim Übertreten von Tempolimits genau geregelt. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="926017_image" /></div> <BR /><BR />„Wenn man bis zu 10 km/h zu schnell fährt, bekommt man eine Strafe von 42 Euro. Von 11 bis 40 km/h sind es 173 Euro. Bei über 40 bis 60 km/h zahlt man 543 Euro und der Führerschein wird entzogen. Bei über 60 km/h werden 845 Euro fällig und natürlich ist man den Führerschein auch los“, erklärt Carli. Auch Punkte werden je nach Geschwindigkeit abgezogen. <BR /><BR />Wie lange der Führerschein entzogen wird, sei von Fall zu Fall unterschiedlich. Das entscheide das Regierungskommissariat, so Carli.