Hauptattraktion dieser besonderen Gegegend sind die Strände und Klippen der Adriaküste auf einer Länge von 130 Kilometern: Dieses traditionelle Familienurlaubsziel zieht nun aber auch mit seinen Touristenhäfen, Sportmöglichkeiten und dem reichhaltigen Veranstaltungskalender ein zunehmend junges und internationales Publikum an.Gleichzeitig entdecken die Feriengäste zunehmend das herrliche Hinterland, die Kunststädte und die Altstädte sowie die Burgen, Schlösser, Kirchen und Abteien. Über wachsenden Zuspruch erfreuen sich auch die Spazier- und Wanderwege der drei Nationalparks, des Regionalparks und der zahlreichen Naturschutzgebiete, die den Abruzzen die Bezeichnung „grünste Region Europas” verschafften.Das sind aber noch nicht alle Gründe für einen Besuch der Abruzzen: Während Feinschmecker die einheimische Küche sowie die Weine und das in der Region hergestellte Öl genießen, setzen Wellnessgäste auf das Thermalwasser, das am Fuße des Majellagebirges und in den Wäldern des Val Roveto sprudelt.Einen kraftvollen Eindruck hinterlassen die mittelalterlichen Bergdörfer und Burgen, die wie jeher über die Verbindungswege des Apennins wachen, sowie die majestätischen Berge Majella und Gran Sasso, Sirente und La Laga,Marsica und Velino.Wer hingegen die sportliche Seite der Region bevorzugt, kommt mit den Trekkingrouten, den verschneiten Rinnen der Majella und des Sirente sowie den sanft abfallenden Grashängen, die sich bestens als Start- und Landestellen für Paraglider und Drachenflieger eignen, voll auf seine Kosten. Optimale Möglichkeiten bieten auch die steilen Felswände des Gran Sasso, wo Franceso de Marchi im Jahr 1573 die ersten Seiten im Geschichtsbuch des europäischen Alpinismus füllte und wo Generationen von Alpinisten vom Ende des 18. Jahrhunderts bis heute dem Zauber der „Dolomiten in den Abruzzen” erlegen sind.Wer sich für Kultur und Geschichte interessiert, wird sich von den Ortschaften und den von Marsern, Samniten und Picenern errichteten Nekropolen angezogen fühlen. In den Museen können Vasen und Skulpturen bestaunt werden. Eindrucksvoll sind auch die mit T ürmen bewehrten Burgen Santo Stefano di Sessanio, Roccascalegna, Rocca Calascio, Pacentro und Celano, die in der turbulenten Epoche des Mittelalters in den Abruzzen errichtet wurden, um die Grenzen oder die alten Vieh- und Wollstraßen zu überwachen.Ebenso gefällig wirken die Baudenkmäler, die in den friedlichen Epochen, von denen die Region nur zwei erlebte, errichtet wurden. Neben gigantischen Bauten,wie den Entwässerungskanälen zur Trockenlegung des Fucino-Sees, entstanden zur Römerzeit bedeutende Kunstwerke wie die herrlichen Mosaiken in Vasto oderTeramo. Im 16. und 17. Jh., als das Königreich Neapel erneut den Frieden ins Land brachte, ließen Edelleute und Bischöfe Paläste und Kirchen in Teramo, Penne, Pescocostanzo, Lanciano und Scanno errichten.