Dienstag, 17. Mai 2016

Ägyptens Präsident sieht neue Chancen im Nahost-Friedensprozess

Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi sieht Anzeichen für Fortschritte in der Nahost-Diplomatie zwischen Israel und den Palästinensern.

Abdel Fattah al-Sisi
Abdel Fattah al-Sisi - Foto: © APA/AP

Es gebe eine „wirkliche Chance“ auf eine Friedenslösung, sagte al-Sisi am Dienstag in Kairo. Er verwies auf die arabische Friedensinitiative, die französischen Bemühungen und das Engagement der USA.

Der Staatschef rief die Konfliktparteien auf, sich ein Vorbild an dem „wirklichen und stabilen Frieden“ zwischen Israel und Ägypten zu nehmen.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu begrüßte die optimistischen Äußerungen des ägyptischen Präsidenten. Israel sei zur Zusammenarbeit mit Ägypten und anderen arabischen Staaten bereit, „um den diplomatischen Prozess und die Stabilität in der Region voranzubringen“, erklärte Netanyahu.

Ägypten war 1979 das erste arabische Land, das einen Friedensvertrag mit Israel unterzeichnete. Der Frieden zwischen beiden Ländern werde noch „wärmer“ werden, wenn eine Lösung für den Konflikt mit den Palästinensern gefunden werde.

Frankreich bemüht sich derzeit, mit einer neuen Initiative den Nahost-Friedensprozess wiederzubeleben. Eine für Ende Mai geplante Friedenskonferenz in Paris wurde am Dienstag aber auf den Sommer verschoben. Das Treffen soll den Rahmen für eine weitere Konferenz im zweiten Halbjahr abstecken, die zur Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen den Palästinensern und Israel dienen soll. Diese liegen seit zwei Jahren auf Eis.

stol