Montag, 14. September 2015

Ägyptische Soldaten erschießen versehentlich Touristen

Bei der Verfolgung von islamistischen Kämpfern haben ägyptische Sicherheitskräfte versehentlich zwölf Menschen erschossen, darunter auch mehrere Touristen aus Mexiko.

Foto: © APA/EPA

Die Touristen waren am Samstag im Westen Ägyptens mit einheimischen Begleitern unterwegs, als ihre Fahrzeuge von Soldaten und Polizisten beschossen wurden.

Neben den zwölf Toten gab das ägyptische Innenministerium auch bekannt, dass zehn Menschen verletzt worden seien. Wie viele Mexikaner und wie viele Ägypter genau unter den Opfern waren, blieb zunächst unklar.

Polizei und Armee, „die Terroristen in Wahat in der westlichen Wüste verfolgten, haben aus Versehen das Feuer auf vier Pick-Ups eröffnet, die mexikanische Touristen beförderten“, teilte das Innenministerium mit. Ob die Fahrzeuge aus der Luft oder von Einheiten am Boden angegriffen wurden, wurde nicht mitgeteilt.

Das Ministerium hob hervor, die Mexikaner hätten sich in einem Gebiet aufgehalten, das Touristen nicht betreten dürften. Wo sich der Vorfall genau ereignete, ließ das Ministerium offen. „Wahat“ bedeutet „Oase“. Aus dem Tourismusministerium erfuhr die Nachrichtenagentur AFP, dass die Touristen von Kairo zur Baharija-Oase etwa 350 Kilometer südwestlich der Hauptstadt unterwegs gewesen seien. Ein örtlicher Reiseführer sagte, sie hätten an der Straße angehalten, um etwas zu essen, als auf sie geschossen wurde.

apa/afp

stol