Ein Team von Ärzte ohne Grenzen (MSF) harre bereits seit zwei Wochen in der Wildnis aus, nachdem es mit zahlreichen Patienten aus der Stadt Leer im ölreichen Bundesstaat Unity geflohen sei, teilte die Hilfsorganisation am Dienstag mit.„Das Team kann ihre Wundverbände wegen fehlenden Nachschubs nicht mehr wechseln, auch die Medikamente gehen aus“, hieß es.Die MSF-Mitarbeiter berichteten von einer immer schlechter werdenden Sicherheitslage, die sie weiter in die Wälder getrieben habe.Verzweifelte Lage„Die Situation ist chaotisch. Die sporadischen Berichte unserer Mitarbeiter zeigen uns, dass sie sich in einer verzweifelten Lage befinden“, sagte der örtliche Programmleiter Raphael Gorgeu.Einer der Mitarbeiter, der sich außerhalb von Leer versteckt hält, erklärte, die Menschen würden aus lauter Not verdrecktes Wasser aus einem Fluss trinken.Bereits jetzt litten viele an Durchfall, Atemweginfektionen und Malaria – Erkrankungen, die direkt auf die schwierigen Lebensbedingungen zurückzuführen seien.dpa