Mittwoch, 17. August 2016

AfD wirbt für Schleierverbot: Burka ist ein „Baumwollknast“

Ein Burka-Verbot würde nach Meinung der AfD nicht die Religionsfreiheit infrage stellen. „Es ist sehr traurig, dass wir überhaupt darüber diskutieren müssen, ob und wie Kinderehen und Vollverschleierung in Deutschland zulässig sein sollen“, sagte AfD-Vorstandsmitglied Paul Hampel am Mittwoch.

Das Burka-Verbot ist für die AfD selbstverständlich.
Das Burka-Verbot ist für die AfD selbstverständlich. - Foto: © shutterstock

Kinderehen seien keine kulturelle Bereicherung, sondern schlicht Unrecht. Dies gelte auch für die Burka. Der Ganzkörperschleier sei „nichts anderes ist als ein Baumwollknast“. Beides habe nichts mit Religionsfreiheit zu tun.

Burka als Ausschlussgrund aus der Gesellschaft
Hampel sagte der Deutschen Presse-Agentur, er sei in seiner Zeit als Fernsehkorrespondent mehrfach in Afghanistan gewesen und habe dort „hautnah mitbekommen, was es heißt, eine Geschlechtergruppe vom öffentlichen Leben auszusperren“.

Umfassende Verschleierung des Körpers
Noch heute erinnere er sich an eine afghanische Ärztin, die von den Taliban gezwungen worden sei, ihren Job aufzugeben und die Burka zu tragen. Er selbst habe auch einmal eine Burka übergeworfen, um zu sehen, wie sich das anfühlt. Die Burka und der vor allem in der Golfregion weit verbreitete Gesichtsschleier (Nikab) sind die umfassendste Form der Verhüllung des weiblichen Körpers im Islam.

Diskussion über Verbot
Einige Politiker von CDU und CSU brachten kürzlich ein Verbot der Vollverschleierung ins Gespräch. Der Vorschlag ist in der Union aber umstritten.

dpa

stol