Montag, 30. Juli 2018

Afghanischer Parlamentskandidat bei Anschlag getötet

Bei einem Anschlag in der ostafghanischen Provinz Nangarhar sind mindestens vier Menschen getötet worden. Unter den Toten sei ein Kandidat für die Parlamentswahlen im Oktober, sagte ein Sprecher der Provinzregierung.

Eine weitere Person wurde verletzt. Der Attentäter hatte eine Autobombe gezündet, als sich Haji Hayat Khan auf dem Weg vom Bezirk Kot in die Provinzhauptstadt Jalalabad befand.

Khan führte demnach auch eine lokale Miliz an, die Aufständische in der Region bekämpft. Die weiteren Getöteten seien Familienmitglieder des Parlamentskandidaten.

In der Provinz Nangarhar gibt es seit Monaten besonders viele Attentate. Erst am Samstag wurden bei einem mehrere Stunden dauernden Angriff auf ein Hebammenschule mindestens drei Menschen getötet. Wenige Tage davor kamen bei einem Anschlag auf ein Schulamt mindestens elf Menschen ums Leben.

Wer hinter der Tat steckte, blieb zunächst unklar. In der Provinz Nangarhar an der pakistanisch-afghanischen Grenze sind sowohl die radikalislamischen Taliban als auch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aktiv. Amerikanische und afghanische Truppen führen seit Wochen Offensiven in der Provinz gegen die Extremisten.

apa/dpa/ag.

stol