Mittwoch, 02. August 2017

Afghanistan: IS bekennt sich zu Anschlag

Die Jihadistenmiliz Islamischer Staat hat sich zu dem Anschlag auf eine schiitische Moschee in Herat bekannt. Das teilte das IS-Propagandasprachrohr Amaq am Mittwoch mit.

Mindestens 30 Menschen wurden bei dem Anschlag in Herat getötet.
Mindestens 30 Menschen wurden bei dem Anschlag in Herat getötet. - Foto: © APA/AFP

Bei dem Anschlag in der westafghanischen Stadt waren am Dienstag nach offiziellen Angaben mindestens 30 Menschen getötet und 64 weitere verletzt worden. Amaq berichtete hingegen von etwa 50 Toten und 80 Verletzten.

Angehörige schiitischer Minderheit rufen zu Protesten auf

Nach dem Anschlag riefen Angehörige der schiitischen Minderheit in Afghanistan zu Protesten auf. „Wir werden die Toten heute Nachmittag begraben und dann werden wir auf die Straße gehen und Gerechtigkeit verlangen“, sagte Farhad Dost, der bei dem Anschlag in Herat einen Angehörigen verlor, am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP.

Die IS-Miliz hat in den vergangenen Monaten immer wieder schiitische Muslime und Moscheen im Land ins Visier genommen. Allerdings bezweifeln Experten, ob es direkte Verbindungen zwischen dem afghanischen IS-Ableger Provinz Chorasan (IS-K) und dem zentralen Oberkommando der Jihadisten gibt.

apa/afp

stol