Dienstag, 03. Januar 2017

Aktivisten: Waffenruhe in Syrien steht kurz vor Zusammenbruch

Die seit Freitag geltende Waffenruhe in Syrien steht nach Angaben von Aktivsten kurz vor dem Zusammenbruch. Die Feuerpause durchlaufe eine kritische Phase, erklärte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Dienstag.

Bei Luftangriffen auf die von Rebellen gehaltene Stadt Chan Scheichun im Nordwesten Syriens sei eine Frau getötet worden. Regierungshubschrauber hätten zudem über dem strategisch wichtigen Tal Wadi Barada Fassbomben abgeworfen.

Die von Russland und der Türkei vermittelte landesweite Waffenruhe war am vergangenen Freitag in Kraft getreten. Sie hatte in den vergangenen Tagen trotz Angriffen und Gefechten in einigen Gebieten weitestgehend gehalten. Ausgenommen von der Waffenruhe sind die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und andere radikale Gruppen.

Wadi Barada nordwestlich von Damaskus ist strategisch bedeutend, weil von dort aus rund vier Millionen Menschen in der Hauptstadt mit Wasser versorgt werden. Die Menschen sind nach Angaben der UN seit dem 22. Dezember von der Wasserversorgung abgeschnitten. Regierung und Rebellen machen sich dafür gegenseitig verantwortlich.

dpa

stol