<b>Von Edith Runer</b><BR /><BR />Bei Alex Vinatzer gibt es kaum einen Leerlauf. Wettbewerb ist für ihn kein Moment, sondern fast schon ein Dauerzustand. Woran man das merkt? <BR /><BR />Zum Beispiel daran, dass er es am Strand keine fünf Minuten auf der Liege aushält, wenn nebenan Beachvolleyball gespielt wird – „dann stelle ich mich hundertprozentig zu einer Mannschaft auf dem Feld“.<BR /><BR /> Und nach einem Trainingstag? Geht sich locker noch eine Runde Golf aus – „ein kleiner Spaziergang in der Natur“. Selbst an der Playstation gegen seinen älteren Bruder Ivan gibt er Vollgas: „Wenn es einen Gegner gibt, kann ich mich einfach nicht zurückhalten“, meint er fast entschuldigend.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1315704_image" /></div> <embed id="dtext86-74867340_listbox" /><BR /><h3> „Habe noch einiges vor“</h3>Kein Wunder also, dass der 26-Jährige auch zwischen den Toren gefühlt immer das letzte Hemd und damit auch den einen oder anderen Ausfall riskiert. <BR /><BR />Mit dieser kompromisslosen Linie und großem Trainingsfleiß hat er sich nach oben gearbeitet – und sich letzthin vom Slalomspezialisten zum Top-Läufer im Riesenslalom (Neunter in der Gesamtwertung) gewandelt.<BR /><BR />Emotionen zeigen, Ergebnisse ehrlich kommentieren, sie nüchtern abhaken und den Fokus sofort wieder aufs nächste Ziel legen – diese Stärke zeichnet Alex Vinatzer aus. Dass es bei Olympia heuer nicht nach Wunsch lief, wurmt ihn, bremst ihn aber nicht: „Ich habe im Weltcup noch einiges vor …“<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1315707_image" /></div> <h3> Sport abseits der Piste</h3>Gleichzeitig weiß Alex Vinatzer auch, wie wichtig es ist, zwischendurch auf Abstand zum Rennalltag zu gehen. Nach einem Urlaub, der ihn heuer mit Freundin Elena nach Japan und Südkorea führte, genießt er derzeit einige Wochen daheim in Wolkenstein. Langsam nimmt er das Training wieder auf, kombiniert es gern mit Läufen oder Wanderungen.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1315710_image" /></div> <BR /> Eine seiner Lieblingsstrecken: der Wanderweg auf die aussichtsreiche Steviahütte hoch über dem Langental. Fix im Sommerkalender ist ein Tennisturnier unter Freunden. „Ich spiele auch gern Tischtennis, aber mittlerweile macht mir Tennis genauso viel Spaß.“ Freilich will Alex gewinnen, selbst wenn es in diesem Fall rein um den Spaß geht. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1315713_image" /></div> <BR />Als willkommene Regeneration nach dem Training betrachtet Alex manch abendliche Golf-Runde auf den Plätzen in Corvara oder in Seis. Die Abendstimmung, die Ruhe in der Natur – da kann selbst der ehrgeizigste Athlet einen Gang runterschalten. Der jeweilige Schlag erfordert allerdings enorme Konzentration und vor allem Technik, die ihm – noch – fehlt: „Ich bin ein sehr schlechter Spieler.“ <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1315716_image" /></div> <BR />Umso besser sieht's da im Volleyball aus. Gemeinsam mit seinen Freunden organisiert der bodenständige Grödner jedes Jahr im Sommer ein großes Turnier mit bis zu 100 Teilnehmenden am Monte Pana: „Ein Riesenspaß!“<BR /><h3> Comics und Liebesromane</h3>Bei aller Bewegungsfreude weiß Alex Vinatzer hin und wieder doch, ganz abzuschalten. Dann „beamt“ er sich in die faszinierende Welt der Anime und Manga, jener Zeichentrickfilme bzw. Comics aus Japan, die mittlerweile fast schon Kult sind. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1315719_image" /></div> <BR />„Manchmal ziehen mich meine Kollegen dafür auf, aber für mich sind sie ein guter Ausgleich zum Training“, sagt er. Und er gibt auch zu, dass er beim Lesen ein Romantiker ist: „Ich mag Liebesromane, aktuell zum Beispiel von Colleen Hoover.“ Und er mag gutes Essen. <BR /><BR />Abends am Tisch zu sitzen und mit netten Menschen zu „ratschen“ – auch das sind für den Profisportler Momente, in denen der Wettkampfalltag kurz Pause hat.<BR /><BR /><embed id="dtext86-74866913_listbox" />