Aber der Reihe nach: Alfons Schuhbeck (75) war jahrelang fester Bestandteil der Münchner Bussi-Bussi-Gesellschaft, er bewirtete Promis und wurde selbst einer von ihnen. Im Laufe der Jahrzehnte baute der Ur-Bayer ein Firmengeflecht auf mit 3 Restaurants, einem Catering-Service, einem Eissalon und Gewürzläden. Er arbeite 19 Stunden am Tag, sagte er noch zu seinem 70. Geburtstag. <h3> Der tiefe Fall des Alfons Schuhbeck</h3>Doch Schuhbeck ist tief gefallen. Die Münchner Staatsanwaltschaft hatte dem Promi-Gastronom 2022 vorgeworfen, unter anderem mithilfe eines Computerprogramms Einnahmen am Finanzamt vorbeigeschleust zu haben. Insgesamt ging es um über 2,3 Millionen Euro an Steuern, die Schuhbeck zwischen 2009 und 2015 im „Orlando“ und den „Südtiroler Stuben“ hinterzogen haben soll.<BR /><BR /><BR />Kurz vor dem Urteil (3 Jahre und 2 Monate Haft) verlas die Vorsitzende Richterin am Landgericht München I dann einen Brief der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des einstigen Gastrokönigs. Sie hätten Schuhbeck als „harten Hund“ kennengelernt, aber auch als Menschen, der immer „mit Engelsgeduld“ erklärt habe, wie es in den Arbeitsabläufen besser geht, schrieben diese damals. „Nur ungern würden wir unseren Chef, unseren Alfons, verlieren.“ Verurteilt wurde er trotzdem.<h3> Gerichtsodyssee geht weiter</h3>2 Jahre später stehen nun neue Anschuldigungen gegen Schuhbeck im Raum. Vorwürfe, wonach er gerade diese loyalen Angestellten geschädigt haben soll. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft hat er in Hunderten Fällen Versicherungsbeiträge nicht oder nicht fristgerecht an die Krankenkassen überwiesen. Dadurch habe er die Kassen ebenso wie die Arbeitnehmer erheblich geschädigt, heißt es von den Anklägern. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1088892_image" /></div> <BR /><BR />Außerdem wird dem ehemaligen Promikoch Insolvenzverschleppung, Betrug, versuchter Betrug sowie Subventionsbetrug vorgeworfen. Laut Staatsanwaltschaft soll Schuhbeck unter anderem zu Unrecht Corona-Soforthilfen und Überbrückungshilfen im Wert von 460.000 Euro beantragt haben. <h3> Keine Hafterleichterungen mehr</h3>Wegen der neuen Ermittlungen – will die „Bunte“ wissen – wurden Schuhbeck alle Hafterleichterungen in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Rothenfeld (ungefähr 40 Kilometer von München entfernt) gestrichen. Der Starkoch war bereits im offenen Vollzug und durfte die Anstalt 2 Tage im Monat verlassen. Jetzt nicht mehr. <BR /><BR />Aus Schuhbecks Umfeld erfuhr die „Bunte“, dass er gerne vor Weihnachten noch einmal Familie und Freunde außerhalb des Gefängnisses getroffen hätte. Nun fürchtet er, dass er in die JVA Landsberg am Lech zurück muss. Dort sind die Zeiten, in denen die Gefangenen Besuch erhalten dürfen, wesentlich geringer.<h3> Monika Gruber macht sich Luft über ihren Ärger</h3>Die Bussi-Bussi-Gesellschaft hat sich von ihrem ehemaligen Liebling längst abgewandt. Kult-Kabarettistin und Schuhbeck-Freundin Monika Gruber (53) machte sich unlängst in der „Bild“ Luft über die sogenannten Freunde, „die sich jahrelang in seinen Lokalen durchgefressen haben“, und sich nun von ihm abwenden. „Das finde ich ehrlich gesagt – Pardon – zum Kotzen.“ <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1088895_image" /></div> <BR /><BR />Vor 2 Jahren sagte sie zur „Bild“: „Ich habe Alfons bereits versichert, dass mein Verständnis von Freundschaft sowohl gute als auch schlechte Zeiten einschließt. Ich werde immer für Alfons da sein, wenn er mich braucht.“<h3> Nur noch wenige, aber echte Freunde</h3><BR />Nur einige enge Vertraute sollen ihn im Gefängnis regelmäßig besucht haben – etwa Uli Hoeneß (72), Ehrenpräsident des FC Bayern und einst selbst Insasse der JVA Landsberg, ebenso Monika Gruber, Ex-Bayern-Star Franck Ribéry (41) sowie der englische Nationaltrainer Thomas Tuchel (51). Außerdem unter den Besuchern: Marion Zistl, die Mutter seiner 3 erwachsenen Kinder. <h3> Der „scharfe“ Mann an Schuhbecks Seite</h3> Dafür hat Schuhbeck nun einen starken Mann an seiner Seite: Star-Anwalt Norbert Scharf (57). Dieser hat bereits Drogeriekönig Anton Schlecker (79) nach dem Zusammenbruch des Schlecker-Imperiums mit 27.000 arbeitslosen Mitarbeitern vor dem Gefängnis bewahrt sowie unter anderem den ehemaligen Formel-1-Chef Bernie Ecclestone (93), den früheren Wirecard-Finanzchef Burkhard Ley und den Nordtiroler Ex-Immobilien-Tycoon René Benko (47) vertreten.