Mittwoch, 16. Dezember 2015

Amnesty wirft Türkei Abschiebung von syrischen Flüchtlingen vor

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat der Türkei die Abschiebung von Flüchtlingen in das Bürgerkriegsland Syrien und in den Irak vorgeworfen.

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Archivbild - Foto: © LaPresse

Seit September hätten die Behörden Hunderte Flüchtlinge an der Westgrenze der Türkei festgenommen und sie vor die Wahl gestellt, entweder in ihre Heimatländer abgeschoben oder auf unbestimmte Zeit festgehalten zu werden, heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten Amnesty-Bericht. Die türkischen Behörden bestreiten das.

Der Vorwurf, Flüchtlinge würden zur Rückkehr nach Syrien gezwungen, wurde in Regierungskreisen kategorisch zurückgewiesen.

Der Amnesty-Bericht mit dem Titel „Europe's Gatekeeper“ kritisiert weiter, die Behörden würden die Flüchtlinge in Haftzentren im osttürkischen Erzurum und südtürkischen Osmaniye bringen und ihnen teilweise keinen Kontakt zur Außenwelt erlauben. Die Einrichtungen würden mit EU-Geldern betrieben.

dpa

stol