US-Präsident Donald Trump verurteilte die „bösartige antisemitische Attacke”. Das Attentat sorgte auch international für Entsetzen. Der Angreifer hatte während einer Zeremonie zur Namensgebung für ein Baby das Feuer eröffnet. Dabei soll er Medienberichten zufolge „Alle Juden müssen sterben!” gebrüllt haben. Nach Behördenangaben war er mit einem Sturmgewehr und mindestens drei Handgranaten bewaffnet. Nach einem Schusswechsel mit der Polizei wurde er festgenommen und in ein Krankenhaus eingeliefert.Der Angriff in der Lebensbaum-Synagoge von Pittsburgh im US-Staat Pennsylvania sei „wahrscheinlich” der tödlichste antisemitische Anschlag der US-Geschichte, teilte die auf Beobachtung und Bekämpfung des Antisemitismus spezialisierte US-Organisation Anti-Defamation League (ADL) mit.Regierungschefs zeigen sich international tief bestürztDer Angriff auf die Synagoge wurde auch international scharf verurteilt. „Ich trauere um die Toten von Pittsburgh, die offenbar Opfer von blindem antisemitischem Hass wurden”, ließ die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel im Online-Dienst Twitter erklären. „Wir alle müssen uns dem Antisemitismus entschlossen entgegenstellen - überall.”Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) zeigte sich „zutiefst schockiert über das abscheuliche antisemitische Verbrechen in Pittsburgh, das ich auf das Schärfste verurteile”. Sein Mitgefühl gelte in diesen schweren Stunden den Angehörigen und Freunden der Opfer. „Wir müssen alles tun, um Antisemitismus entschieden zu bekämpfen”, so Kurz auf Twitter.Der Angriff gilt ganz AmerikaDer israelische Regierungschef Benjamin Netanyahu äußerte sich erschüttert über die „schreckliche antisemitische Brutalität”. Auch UNO-Generalsekretär Antonio Guterres und der französische Präsident Emmanuel Macron verurteilten die Tat. Der französische Innenminister Christophe Castaner ordnete an, die Sicherheitsvorkehrungen rund um Frankreichs Synagogen zu verstärken.Der Jüdische Weltkongress (WJC) zeigte sich schockiert. Bei dem Vorfall handle es sich um einen „abscheulichen Terrorakt”, sagte WJC-Präsident Ronald Lauder am Samstag in New York. „Das war ein Angriff nicht nur auf die jüdische Gemeinde, sondern auf ganz Amerika.”apa/dpa/ag.