Doch mehr dazu später.<BR /><BR />Erst einmal ein kurzer Erinnerungs-Check für alle, die sich noch nicht sicher sind, woher sie das Gesicht kennen. Ja, richtig, Anna Unterberger ist diese schlagfertige Kommissarin namens Anni Sulmtaler aus der ORF/Arte-Landkrimi-Filmreihe („Steirertod“, „Steirerrausch“), die gern Leberkäs-Semmeln isst und Mörder jagt. Und sie ist auch die ehrgeizige Ärztin Angela Doll aus der Krimiserie „Die Toten von Salzburg“. Und sie war vor nunmehr 13 Jahren das Gretchen in Urs Odermatts „Mein Kampf“. <BR /><BR /><b>Pizza statt Leberkäse</b><BR /><BR />Nun, die Liste der Film- und Fernsehrollen von Anna Unterberger lässt sich beliebig fortsetzen. Zuletzt war sie sogar in Südtirol im Einsatz, denn in Thomas Hochkoflers Comedy-Streifen „Joe der Film“, der im Herbst in die Kinos kommt, spielt sie Joes Freundin Gäbbi. „Das war eine sehr spannende Zeit“, schwärmt die gebürtige Boznerin, die seit 10 Jahren in Berlin lebt, aber den Südtiroler Dialekt nicht verlernt hat. „Wir haben Täler und Orte besucht, die ich vorher nicht oder höchstens aus Kindertagen gekannt habe.“ <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="788915_image" /></div> <BR /><BR />Dabei verbringt Anna Unterberger immer wieder mal Zeit in Südtirol, wo sie ihre Familie besucht und auch noch langjährige Freundschaften pflegt. „Pizza essen und guten Kaffee trinken“, antwortet sie mit einem Augenzwinkern auf die Frage, was sie denn mit ihren Freunden am liebsten unternimmt. Neben der Küche und dem italienischen Kaffee fehlt ihr in Berlin aber vor allem „die überwältigende Natur“. Deshalb geht sie in ihrer „alten Heimat“ gern wandern, im Winter auch Snowboarden. Letzthin wagte sie sich sogar auf eine Klettertour mit ihrem Bruder Jan. „Ich probiere gern Neues aus“, sagt die sportliche TV-Darstellerin und verrät, dass sie sich nun sogar ein Skateboard gekauft hat. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="788918_image" /></div> <BR /><BR /><b>Vom Set ans Meer</b><BR /><BR />Als freischaffende Schauspielerin kann Anna Unterberger zwar selbst bestimmen, welche Rollen sie annimmt. Dennoch braucht sie eine gehörige Portion Flexibilität und Ausdauer. Planen kann sie weder ihren Alltag, noch ihre Freizeit. „Dreharbeiten können sehr chaotisch sein, die Tage haben oft 14 Stunden – oder man dreht nachts.“ Mitunter steht die Schauspielerin über mehrere Wochen am Set, in denen es praktisch keine freie Minute gibt. „Das hat seinen Reiz, ist aber auch eine Herausforderung.“ Deshalb nimmt sich Anna Unterberger immer wieder eine Auszeit. Derzeit z. B. macht sie nach dem beruflich sehr anstrengenden Jahr 2021 etwa 3 Monate Sommerpause, bevor sie im Herbst wieder mit den Dreharbeiten in der Steiermark beginnt. Ab nach Griechenland hieß es Mitte Juni, denn „ich liebe die Berge, aber ich liebe auch das Meer.“ Zurück vom Urlaub, wird jetzt liegen gebliebener Papierkram erledigt.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="788921_image" /></div> <BR /><BR />Wichtig ist es der Schauspielerin auch, „Körper und Geist immer fit zu halten“, wie sie sagt. Das macht sie, indem sie sich bewegt – am liebsten tanzend –, aber auch singt und damit ihre Stimme trainiert. Das Singen war neben der Schauspielerei schon als Kind eines ihrer Hobbys. Sie stammt aus einer musikalischen Familie, hat mehrere Musikinstrumente gelernt. <BR /><BR /><b>Leidenschaft Malen</b><BR /><BR />Und damit kommen wir nochmal auf das Malen und kreative Schaffen zurück. Das macht Anna Unterberger immer dann, wenn sie Momente für sich alleine braucht. Dafür zieht sie sich in ein Atelier in Berlin zurück, das sie mit anderen Hobbykünstlern teilt. „Dieses Haptische tut mir gut“, beschreibt sie ihre Leidenschaft, mit ihren Händen zu arbeiten. „Rollenarbeit findet eher in mir selbst statt, hingegen kann ich mit dem Malen meinen Fokus nach außen lenken.“ Letzthin hat sie auch Kunstharz-Schmuck und Köpfe aus Gips angefertigt, doch im Malen findet sich Anna Unterberger am besten wieder. Ein Angebot, ihre kleinen großen Kunstwerke einmal auszustellen, hat sie allerdings abgelehnt. Aus verständlichem Grund: „Als Schauspielerin wird man so gut wie immer bewertet. Beim Malen möchte ich mich ausleben, ohne dass jemand über mein Tun urteilt.“<BR /><BR /><BR /><BR /><BR />