Donnerstag, 23. Juli 2015

Anpezo und Col unter italienischer Besatzung 1915 bis 1917

In Col/Colle Santa Lucia und Anpezo/Ampezzo zogen bereits Ende Mai 1915 italienische Truppen ein: Die Österreicher hatten sich auf die Dolomitengipfel zurückgezogen. Bis Oktober 1917 herrschten die Italiener.

Kaiser Karl I. im Gespräch mit Schützen in Cortina d’Ampezzo.
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Kaiser Karl I. im Gespräch mit Schützen in Cortina d’Ampezzo.

 

Die einheimischen Ladiner begegneten den Italienern sehr reserviert, durchaus auch mit Argwohn und Feindseligkeit. Man gab Italien die Schuld am Kriegsausbruch im Südwesten, an Evakuierung, Hunger und Tod.

 

Zudem wurde eine ganze Anzahl prominenter Mitbürger weggebracht und in Italien interniert, weil sie der Spionage verdächtigt wurden.

 

Die Bevölkerung lernte mit dem Besatzer zu leben, aber sie war nicht bereit, mit ihm zu kollaborieren.

 

Die von vielen ersehnte Rückkehr der Österreicher nach dem italienischen Zusammenbruch bei Caporetto im Oktober 1917 wendete aber nicht alles zum Besseren: Die Habsburgermonarchie war am Ende ihrer Kräfte angelangt, die Ladiner mussten selbst sehen, wie sie angesichts des allgemeinen Mangels bis Kriegsende über die Runden kamen.

 

Die aus La Plié/Buchenstein/Livinallongo stammende und in Belluno lebende Historikerin Luciana Palla hat sich ausführlich mit dem Alltagsleben im Dolomitengebiet während des Ersten Weltkriegs beschäftigt.

 

Lesen Sie mehr dazu in der Freitagsausgabe des Tagblatts „Dolomiten“

 

stol