Mittwoch, 07. Januar 2015

Anschlag in Paris: Drei Täter sollen Al-Kaida angehören

Die Täter des Terroranschlags von Paris waren möglicherweise Franzosen. Sie sind flüchtig und sollen „Allah Akbar“ (Gott ist groß) gerufen haben. Nach einer Krisensitzung des Kabinetts erklärte die Regierung, es seien drei Täter am Werk gewesen.

Foto: © LaPresse

„Sie sprachen perfekt Französisch“, sagte die Augenzeugin und Zeichnerin der angegriffenen Zeitschrift „Charlie Hebdo“, Corinne Rey, der Zeitung „l'Humanité“. 

Nach Berichten von Augenzeugen eröffneten mindestens zwei mit schwarzen Kapuzen bekleidete Männer gegen 11.30 Uhr mit Kalaschnikows das Feuer in den Redaktionsräumen im elften Arrondissement. Später erklärte die Polizei, „drei Verbrecher“ seien beteiligt gewesen.

Nach dem Anschlag schossen die Attentäter vor dem Sitz der Zeitung einen Polizisten nieder, auch die Windschutzscheibe eines Polizeifahrzeuges wurde von Kugeln durchsiebt. Danach flohen sie in ein offenbar zuvor bereitgestelltes Fahrzeug. Im Norden der Stadt ließen sie dieses stehen und zwangen einen Autofahrer, ihnen sein Gefährt zu überlassen. Ob sie auch den Mann selbst als Geisel nahmen, war vorerst nicht bekannt.

Zum Hintergrund der Tat war zunächst offiziell nichts bekannt. Auf der Flucht riefen die Bewaffneten laut einem Video, das von einem benachbarten Gebäude gedreht wurde, jedoch, „Allah Akbar“ und „Wir haben den Propheten gerächt“.

Die Bewaffneten hätten zudem angegeben, Teil von Al-Kaida zu sein, zitierte die Zeitung „L'Humanite“ eine Augenzeugin.

Die Staatsanwaltschaft sprach von 12 Toten, darunter sind auch zwei zum Schutz des Magazins abgestellte Polizisten.

apa/dpa/stol

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