Mittwoch, 02. November 2016

Anti-Clinton-Video zeigt Deutschland unter IS-Herrschaft

Ein abwegiges Video über ein Deutschland unter Islamistenherrschaft soll im US-Wahlkampf Stimmung gegen die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton machen. Inhaltlich passt das Video der fremdenfeindlichen US-Gruppe „Secure America Now“ zum Wahlkampf des republikanischen Clinton-Konkurrenten Donald Trump. Die „Berliner Morgenpost“ hatte zuerst darüber berichtet.

Ein Video zeigt eine vermeindliche Zukunft unter Hillary Clinton als Präsidentin der Vereinigten Staaten.
Ein Video zeigt eine vermeindliche Zukunft unter Hillary Clinton als Präsidentin der Vereinigten Staaten. - Foto: © APA/AFP

Im August hatte Trump über Clinton und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel gesagt: „Hillary Clinton will Amerikas Angela Merkel werden, und ihr wisst, was für eine Katastrophe diese massive Einwanderung für Deutschland und die Menschen Deutschlands ist.“ Erwähnt wird er in dem Video nicht.

Auf der Facebook-Seite von „Secure America Now“ wurde das Video mehr als 150.000 Mal aufgerufen. Der rund eineinhalbminütige Film beginnt mit der Begrüßung „Willkommen im Islamischen Staat Deutschland“. Ein Sprecher mit deutschem Akzent erzählt dann, Unterwanderung durch syrische Flüchtlinge habe es Jihadisten ermöglicht, Deutschland zu erobern und dem „Kalifat“ einzugliedern.

Dann werden deutsche Touristen-Attraktionen gezeigt: Der Schwarzwald ist vermint, das Oktoberfest frei von Schweinefleisch und Alkohol, Kölner Dom und Bundestag ziert der Halbmond, an Schloss Neuschwanstein und dem Brandenburger Tor wehen Fahnen der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS).

Zuvor hatte die als gemeinnützig eingetragene Organisation „Secure America Now“ ein ähnliches Video über Frankreich veröffentlicht. Ein weiteres über die USA solle folgen, sagte ein Sprecher der rechtspopulistischen US-Internetseite „Breitbart“. Die Kurzfilme sollen ihm zufolge zeigen, wie es in vier Jahren aussehen würde, sollte Clinton die Wahl am 8. November gewinnen. Man wolle damit Wähler in umkämpften US-Staaten ansprechen.

apa/dpa

stol