Beide Gruppierungen vertreten stark europakritische Positionen und lassen sich von der Politik von US-Präsident Donald Trump inspirieren.„Die Italiener zuerst“ lautet der Slogan der beiden Parteien, die ihren Zusammenschluss nach dem Parteikongress der Lega Nord am 21. Mai offiziell verkünden wollen, berichtete die Tageszeitung „La Stampa“ am Dienstag.Gemeinsam hoffen die beiden Gruppierungen bei den Kommunalwahlen am 11. Juni in 1100 Gemeinden zu punkten. Der Urnengang gilt als Stimmungstest in Hinblick auf die Parlamentswahlen, die in Italien in spätestens einem Jahr stattfinden.Lega Nord-Chef Matteo Salvini, der gute Beziehungen zur FPÖ pflegt, macht keinen Hehl daraus, dass er selbst gern Spitzenkandidat eines vereinten Mitte-Rechts-Lagers würde.Daher bemüht er sich seit Monaten, seine bisher vor allem auf Norditalien konzentrierte Partei in eine gesamtstaatliche Gruppierung umzuwandeln, die er im Süden mit dem Namen „Noi con Salvini“ lancieren will. Ziel ist es, auch in Süditalien mit Slogans gegen die Einwanderung und das „zentralistische“ Europa zu punkten.Das Duo Salvini-Meloni macht Druck auf die rechtskonservative Forza Italia um Ex-Premier Silvio Berlusconi für eine gemeinsame Mitte-rechts-Allianz, die bei den Parlamentswahlen gegen die Demokratische Partei (PD) um Ex-Premier Matteo Renzi und gegen die populistische Fünf Sterne-Bewegung um den Starkomiker Beppe Grillo ins Rennen ziehen soll.Nach Jahren der Krise hoffen die Forza Italia um Ex-Premier Silvio Berlusconi, die ausländerfeindliche Lega Nord und andere Kräfte aus dem Rechtslager auf einen politischen Neustart.apa