Freitag, 20. April 2018

Antischimmelfarben: (K)eine Lösung für das Schimmelproblem?

Spezielle Antischimmelfarben sollen dem Schimmelbefall in Innenräumen vorbeugen. Deren langfristige Wirksamkeit sowie gesundheitliche Unbedenklichkeit der Inhaltsstoffe stellt Ökotest in seiner Märzausgabe nun in Frage, teilt die Verbraucherzentrale Südtirol mit und gibt Tipps, was man bei Schimmelbefall beachten sollte.

Der Schimmelbefall in Innenräumen - vor allem in Wohnräumen -  ist nicht nur hässlich anzusehen, sondern auch und vor allem gesundheitsschädlich.
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Der Schimmelbefall in Innenräumen - vor allem in Wohnräumen - ist nicht nur hässlich anzusehen, sondern auch und vor allem gesundheitsschädlich. - Foto: © shutterstock

Der Schimmelbefall in Innenräumen - vor allem in Wohnräumen -  ist nicht nur hässlich anzusehen, sondern auch und vor allem gesundheitsschädlich. Aus diesem Grund sollte er so schnell wie möglich beseitigt und die Ursache für den Schimmelbefall behoben werden.

 Eine beliebte und vor allem schnelle Methode um dem Schimmelbefall vorzubeugen, ist der Einsatz von speziellen Antischimmelfarben. Das Verbrauchermagazin ÖKo-Test hat in seiner Märzausgabe die Laborergebnisse von 19 getesteten Antischimmelfarben veröffentlicht.

Erschreckendes Ergebnis

Mit erschreckendem Ergebnis: mehr als ein Drittel der getesteten Produkte hat mit „ungenügend“ abgeschnitten. Dabei wurden die langfristige Wirksamkeit und die gesundheitliche Unbedenklichkeit der Inhaltsstoffe der getesteten Produkte in Frage gestellt.

Vielfach beinhalten diese speziellen Antischimmelfarben Biozide, also Wirkstoffe, die schädliche Organismen wie Pilze zerstören sollen. Diese Inhaltsstoffe sind mitunter auch für Mensch und Umwelt als problematisch zu betrachten.

Ursache ausfindig machen und beheben

Die Verbraucherzentrale Südtirol empfiehlt als ersten Schritt, den Schimmelbefall durch gezieltes Heizen und Lüften zu vermeiden. Wenn dies nicht ausreichend ist, sollte nach der Ursache für die erhöhte Feuchtigkeit gesucht werden. Vielfach sind Wärmebrücken, wie z.B. auskragende Balkone, unzureichend wärmegedämmte Außenwände, Wassereintritte in Folge von Rohrbrüchen oder defekten Dächern für den Schimmelbefall verantwortlich.

In diesen Fällen hilft eine ausreichende Wärmedämmung der Bauteile und das Beseitigen der Feuchtigkeitsquellen. Weitere Tipps zur Ursachenermittlung und Behebung sind im Infoblatt „Heizzeit – Schimmelzeit“ der Verbraucherzentrale Südtirol enthalten.

Hilfreiche Informationen

Weitere Infos zum Schimmel in Wohnräumen und allgemeine Energiespartipps sind in den verschiedenen kostenlosen Infoblättern der Verbraucherzentrale Südtirol enthalten. Diese sind über das Internet, beim Verbrauchermobil, im Hauptsitz und den Außenstellen erhältlich.

Alternativ zu den Infoblättern bietet die Verbraucherzentrale eine technische Bauberatung, welche jeweils montags von 9 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr telefonisch unter 0471-301430 zur Verfügung steht. Bei Bedarf können auch persönliche Fachberatungen vereinbart werden (Anmeldung erforderlich!).

stol

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