Mittwoch, 15. Juli 2020

Arbeiten an der Corona-Front

Seit 1989 arbeitet Bea Steiger Solderer als Krankenpflegerin in der Bozner Notaufnahme. Was die zweifache Mutter in den letzten Monaten wegen Covid erlebt hat, war mit Abstand ihre schwierigste Zeit – beruflich, aber auch privat.

Bea Steiger Solderer arbeitet direkt aus der Corona-Front.
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Bea Steiger Solderer arbeitet direkt aus der Corona-Front. - Foto: © DLife
Bis zu 80 Überstunden pro Monat haben Bea Steiger und ihre Arbeitskollegen zwischen März und Mai 2020 geleistet. „Ich war erschöpft von der Arbeit und hatte Druckstellen von den Masken im Gesicht – ähnlich wie ein Dekubitus,“ sagt die gebürtige Lüsnerin, die 1993 nach Aldein geheiratet hat.

„Nachts war es in den Pre-Triage-Zelten vor dem Bozner Krankenhaus zu kalt, tagsüber dann wieder zu warm, teilweise hat es sogar hineingeregnet. Und ich hatte Angst – Angst mich trotz aller Schutzvorkehrungen selbst zu infizieren und meine Lieben zu Hause anzustecken. Die Bilder aus der Lombardei, die Nachrichten der vielen Ärzte und Pfleger, die dort an Covid-19 gestorben sind, haben wir ja alle mitbekommen.“

In der Ausgabe vom 15. Juli widmet die Zeitschrift „Die Südtiroler Frau“ der couragierten Krankenpflegerin eine Reportage.
Außerdem im aktuellen Heft: ein Porträt von Margit Gasser, die der „Goldenen Rose“ in Klausen ein neues Kleid übergestülpt hat; ein Interview mit Landesrat Thomas Widmann über Sinn und Zweck von Corona-Tests; die Anleitung für selbergemachte Bonbongläser.


mc