Die Regierung setzte sich mit 158 Stimmen gegen 122 durch.Das Paket enthält neun Punkte, für die die Arbeitskommission um Ex-Sozialminister Maurizio Sacconi bereits grünes Licht gegeben hat. Mit dem Paket sollen unzählige Abänderungsanträge umschifft werden, die zuletzt vor allem die oppositionelle "5 stelle"--Bewegung gegen die Arbeitsmarktreform eingebracht hatte. Mit seiner Arbeitsmarktreform will Renzi Anreize für neue Jobs schaffen, was dank größerer Flexibilität erfolgen soll. Damit zog sich der Premier jedoch scharfe Kritik seitens der Gewerkschaften zu. Die Arbeitsmarktreform des Kabinetts werde keineswegs zur Stabilisierung unsicherer Arbeitsverhältnisse im Land beitragen, sondern nur noch zu einer weiteren Verschlechterung der Arbeitsbedingungen in Italien, weil sie noch mehr prekäre Jobs fördere, meinten die „Grillini“. Der "5 stelle"-Sprecher im Senat, Maurizio Buccarella, protestierte, dass die Regierung mit der Vertrauensabstimmung jegliche demokratische Debatte über den Arbeitsmarkt verhindere. „Zum sechsten Mal seit ihrem Amtsantritt setzt die Regierung auf ein Vertrauensvotum, um die Diskussion im Parlament zu verhindern. Das ist eine Attacke auf die Demokratie in Italien“, protestierte Buccarella. Aus Protest gegen die Regierung trugen die Grillo-Senatoren weiße T-Shirts mit dem Slogan „Niemals Sklave“. Wegen ihres lauten Protests musste die Sitzung im Senat vorübergehend unterbrochen werden.Gegen Renzis Arbeitsmarktreform demonstrierte im Senat auch die Linkspartei SEL. Renzis Reform fördere eine neue Form des Sklaventums, protestierten die SEL-Senatoren. Sie schwenkten Plakate mit Bildern gefesselter Hände. „Kein Recht, keine Wohnung, keine Pension, keine Zukunft“, war auf einem Plakat zu lesen.mit